08 May 2026, 06:18

NRW plant Kita-Reform: Mehr Flexibilität und weniger Bürokratie ab 2027

Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Die Sonderanmeldefrist für die Gesundheitsversorgung ist bis zum 15. August verlängert."

Allianzen und Carrier verpflichten sich zur Kita-Reform - NRW plant Kita-Reform: Mehr Flexibilität und weniger Bürokratie ab 2027

Nordrhein-Westfalen rückt näher an Reform des Kita-Systems

Nach der Unterzeichnung eines Positionspapiers durch zentrale Akteure hat Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Schritt in Richtung einer Reform des Betreuungssystems für Kinder gemacht. Das Abkommen zielt darauf ab, die Flexibilität und Qualität in Kitas zu verbessern und gleichzeitig die Regelungen für Eltern und Träger zu vereinfachen. Kommunale Spitzenverbände, Betreuungseinrichtungen und Kirchen unterstützten den Plan als Grundlage für künftige Gesetzesvorhaben.

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Laut den vorgeschlagenen Änderungen sollen Eltern künftig Kinderbetreuung in Fünf-Stunden-Blöcken buchen können, was ihnen mehr Kontrolle über die Planung gibt. Auch die Personalregelungen werden angepasst: Kitas teilen ihren Tag in Kern- und Randzeiten ein – mit unterschiedlichen Qualifikationsanforderungen und Personalschlüsseln.

Die Reform sieht zudem vor, den bürokratischen Aufwand zu verringern, indem Berichts- und Dokumentationspflichten abgebaut werden. Gruppengrößen werden angepasst, und die bisher beitragsfreien beiden Kita-Jahre bleiben auch künftig ohne Gebühren. Spezialprogramme wie PlusKitas, sprachfördernde Kitas und Familienzentren sollen zusammengeführt werden, während das „Kita-Tageshelfer“-Programm in das neue Kinderbildungsgesetz integriert wird.

Finanziell plant das Land, die Grundförderung für Kitas ab dem 1. August 2027 jährlich um 200 Millionen Euro zu erhöhen. Der Gesetzgebungsprozess für die KiBiz-Reform soll bis 2026 abgeschlossen sein, mit einer möglichen Umsetzung der Änderungen ein Jahr später.

Das unterzeichnete Positionspapier bildet nun die Basis für einen offiziellen Gesetzesentwurf der Landesregierung. Bei Annahme würde die Reform flexiblere Buchungsmöglichkeiten, höhere Finanzmittel und schlankere Abläufe für Kitas in ganz NRW bringen. Als Zeitplan ist August 2027 für die Einführung vorgesehen – vorausgesetzt, die rechtlichen Verfahren sind bis dahin abgeschlossen.

Quelle