NRW-Rettungskräfte fordern krisensichere Breitbandnetze für lebenswichtige Einsätze
Hans-Werner RöhrichtNRW-Rettungskräfte fordern krisensichere Breitbandnetze für lebenswichtige Einsätze
Notfallkräfte in Nordrhein-Westfalen fordern krisefeste Breitbandnetze
Die Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen haben auf dem jüngsten Blaulicht-Tag in Essen die dringende Notwendigkeit eines ausfallsicheren Breitbandnetzes betont. Wie Beamte unterstrichen, ist eine zuverlässige Kommunikation für Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte entscheidend – insbesondere dann, wenn öffentliche Netze bei Katastrophen zusammenbrechen. Das aktuelle Digitalfunk-BOS-System ermöglicht zwar Sprachübertragung und einfache Daten, genügt aber nicht den modernen Anforderungen.
Die Veranstaltung präsentierte zwar die Fähigkeiten des Digitalfunk-BOS, machte jedoch auch dessen Grenzen deutlich. Organisiert vom Landesamt für Zentrale Polizeitechnische Dienste in Nordrhein-Westfalen, stand die Aufrüstung der Notfallkommunikation auf Breitbandstandard im Mittelpunkt. Innenminister Herbert Reul unterstrich die Dringlichkeit: Ohne verlässliche Netze seien Einsatzkräfte erheblichen Risiken ausgesetzt.
Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister warnte, ein Kontrollverlust über die Kommunikation hätte verheerende Folgen. Ihr Fazit war unmissverständlich: „Keine Kommunikation, kein Einsatz.“ Als Lösung schlagen die Verantwortlichen ein autonomes Netz vor, das UHF-Frequenzen zwischen 470 und 694 Megahertz nutzt. Dieses eigenständige System soll sicherstellen, dass die Rettungskräfte selbst bei einem Ausfall der öffentlichen Infrastruktur handlungsfähig bleiben.
Das Innenministerium treibt das Digitalfunk-BOS-Projekt voran und koordiniert die Integration von Breitbandfunktionen. Zwar bewältigt das bestehende System Sprachverbindungen und Kurznachrichten, doch moderne Einsatzszenarien erfordern schnellere Datenübertragung für Echtzeitkoordination. Die Veranstaltung in Essen machte deutlich: Der Ausbau zu Breitband ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit für die zukünftige Sicherheit.
Die Diskussionen in Essen bestätigten, dass die Rettungskräfte ein eigenes Breitbandnetz benötigen, um Krisen effektiv zu bewältigen. Ohne die erforderlichen UHF-Frequenzen könnten Einsätze bei Katastrophen ins Stocken geraten. Die nächsten Schritte hängen nun davon ab, die technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Umsetzung dieser Aufrüstung zu schaffen.






