Photovoltaik-Ausbau in Deutschland bremst 2025 spürbar ein – Regionen kämpfen mit Rückgängen
Hans-Werner RöhrichtPhotovoltaik-Ausbau in Deutschland bremst 2025 spürbar ein – Regionen kämpfen mit Rückgängen
Wachstum der Photovoltaik-Kapazitäten in Deutschland verlangsamt sich in der ersten Jahreshälfte 2025
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 hat sich das Wachstum der Photovoltaik-Kapazitäten in Deutschland spürbar verlangsamt. Bundesweite Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang. Besonders betroffen sind Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, wobei die Einbrüche zwischen den Regionen stark variieren.
Bundesweit stieg die Photovoltaik-Leistung von Januar bis Juni 2025 um 7.347 Megawatt. Das entspricht einem Rückgang von 11,5 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024, als der Zubau bei etwa 7.550 Megawatt lag. Bis August 2024 hatte sich die Gesamtkapazität auf rund 8.300 Megawatt erhöht.
In Baden-Württemberg ging das Wachstum im ersten Halbjahr 2025 um 15 Prozent zurück. Das Photovoltaik-Netz des Landes verzeichnete einen Zubau von 988 Megawatt. Allerdings meldete die Landesagentur LEE NRW für das Land per 30. Juli 2025 einen leicht höheren Wert von 1.039 Megawatt – 51 Megawatt über der Halbjahresbilanz des lokalen Netzbetreibers. Der tatsächliche Rückgang der Kapazität in Baden-Württemberg liegt bei 9,5 Prozent und fällt damit etwas geringer aus als im Bundesschnitt. Spitzenreiter beim Ausbau war der Landkreis Biberach mit einem Zubau von 127 Megawatt, darunter eine 80-Megawatt-Freiflächenanlage in Langenenslingen.
Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen noch stärkeren Einbruch: Hier sank das Wachstum der Photovoltaik-Kapazitäten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 um 20 Prozent. Die LEE NRW registrierte für die Region einen Zubau von 940 Megawatt. Freiflächenanlagen machten dabei nur 12 Prozent des Ausbaus aus – deutlich weniger als in Bayern (57 Prozent) oder im Bundesschnitt (41 Prozent). Die Installationsgeschwindigkeit hat sich im Vergleich zum Rest des Landes nahezu halbiert.
Insgesamt fällt der Rückgang beim Photovoltaik-Zubau weniger drastisch aus als zunächst in einigen Regionen befürchtet. Während Baden-Württemberg einen Rückgang von etwa 10 Prozent verzeichnet, ist der Einbruch in Nordrhein-Westfalen deutlicher ausgeprägt. Die Zahlen unterstreichen die regionalen Unterschiede, mit denen sich die Solarenergie-Expansion in Deutschland derzeit entwickelt.






