Rätselhafte Jugendstilvase aus Kayserzinn gibt Forscher:innen Rätsel auf
Sergio KarzRätselhafte Jugendstilvase aus Kayserzinn gibt Forscher:innen Rätsel auf
Eine seltene Jugendstilvase aus dem frühen 20. Jahrhundert steht im Mittelpunkt neuer Forschungen des Deutschen Messingmuseums. Das von J. P. Kayser gefertigte Stück ist mit filigranen Zinnrosen verziert und eng mit der industriellen Vergangenheit Krefelds verbunden. Experten arbeiten nun daran, mehr über seine Herkunft und Bedeutung zu erfahren.
Die Vase stammt aus der Zinngießerei J. P. Kayser, die 1851 gegründet wurde. Aufzeichnungen zufolge wurde sie nach 1908 in Krefeld gegossen und montiert – auf dem Höhepunkt der Jugendstilbegeisterung. Die unter dem Markennamen Kayserzinn bekannte Manufaktur ist bis heute bei Sammlern und Museen hochbegehrt.
Engelbert Kayser, der kreative Kopf des Unternehmens, prägte dessen Ruf für herausragende Qualität. Neben Zinnwaren produzierte die Gießerei auch Messingobjekte, darunter zwei Weinkühler, die heute im Deutschen Messingmuseum ausgestellt sind. Viele dieser Stücke tragen das charakteristische Kayser-Signet.
Jugendstil-Zinnwaren erlebten in den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren eine Renaissance und festigten so den legendären Status der Marke. Nun leitet die Forscherin Marilena Calcara die Bemühungen, die Geschichte der Vase nachzuzeichnen. Das Museum bittet die Öffentlichkeit um Hinweise, die Licht in ihre Vergangenheit bringen könnten.
Das Deutsche Messingmuseum setzt seine Nachforschungen zur Herkunft der Vase fort, in der Hoffnung, Lücken in ihrer Geschichte zu schließen. Da Kayserzinn-Stücke weltweit nach wie vor geschätzt werden, könnten die Erkenntnisse tiefere Einblicke in das Krefelder Handwerk bieten. Personen mit Informationen zu den Kayser-Objekten sind aufgerufen, sich zu melden.






