31 May 2026, 10:16

Rechtsextreme Straftaten in NRW erreichen traurigen Rekordwert seit 2001

Lena Zingsheim-Zobel, MdB: Rechtswidrige Straftaten nehmen zu - "Schockierender Anstieg"

Rechtsextreme Straftaten in NRW erreichen traurigen Rekordwert seit 2001

Rechtsextreme Straftaten in Nordrhein-Westfalen erreichen höchsten Stand seit 2001

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In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben rechtsextreme Straftaten den höchsten Stand seit 2001 erreicht. Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle – besonders betroffen ist dabei Mönchengladbach. Politiker fordern nun entschlossenere Maßnahmen gegen diesen besorgniserregenden Trend.

Im Jahr 2025 wurden in NRW insgesamt 6.268 rechtsextreme Straftaten registriert, ein Anstieg gegenüber 5.641 im Vorjahr. Die Zahlen steigen kontinuierlich, mit durchschnittlich 17 solchen Delikten pro Tag im gesamten Bundesland. Die vom Landesverband der Grünen zusammengestellten Daten zeigen einen drastischen Anstieg um 47 Prozent bei antiziganistischen Vorfällen und eine Zunahme um 24 Prozent bei gewalttätigen rechtsextremen Angriffen.

Besonders stark betroffen ist Mönchengladbach: Hier stieg die Zahl politisch motivierter rechtsextremer Straftaten 2025 auf 139 – 71 mehr als im Vorjahr. Die Stadt gehört damit zu den zehn Kommunen in NRW mit den meisten derartigen Vorfällen. Die Grünen-Landesabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel aus Mönchengladbach verurteilte die Entwicklung öffentlich und bezeichnete sie als „alarmierend“.

Auch in anderen Hasskriminalitätsbereichen gab es Verschiebungen: Antisemitische Vorfälle nahmen um 13 Prozent zu, während antimuslimische Straftaten leicht um 2 Prozent zurückgingen. Verbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung stiegen hingegen stark um 27 Prozent an. Als Reaktion darauf haben die Grünen ihre Unterstützungsangebote ausgeweitet, darunter neue Meldestellen für rassistische und anti-LSBTIQ*-Vorfälle. Die Förderung von Beratungsstellen gegen Extremismus wurde erhöht, und die Landeszentrale für politische Bildung erhielt zusätzliche Mittel. Die Partei erfasst die Statistiken zu rechtsextremer Kriminalität seit 2011 jährlich.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die wachsende Herausforderung in NRW, wo rechtsextreme Aktivitäten zugenommen haben. Angesichts der steigenden Fallzahlen in Städten wie Mönchengladbach konzentrieren sich Behörden und politische Gruppen nun auf Präventionsmaßnahmen und Unterstützung. Die ausgeweiteten Dienstleistungen sollen den Anstieg von Hasskriminalität eindämmen und betroffenen Gemeinschaften besseren Schutz bieten.

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