Reul kritisiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadiongewalt und Ultra-Fans
Sergio KarzReul kritisiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadiongewalt und Ultra-Fans
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine für ihre zögerliche Reaktion auf Stadionvergehen scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach zögern viele Clubs Maßnahmen aus Angst vor Gegenreaktionen der eigenen Ultra-Fans hinaus.
Reul besteht darauf, dass die Vereine in der Pflicht stehen, Täter schneller zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen. Er warnt, dass neue Gesetze Clubs für unnötige Verzögerungen in Strafverfahren bestrafen könnten.
Der Minister lehnt zudem die Forderung ab, Vereine sollten Polizeieinsätze selbst finanzieren. Sicherheit in Stadien sei eine staatliche Aufgabe und keine finanzielle Last, die auf Fußballorganisationen abgewälzt werden dürfe, betont er.
Reul setzt sich für strengere Regeln bei der Sicherheit und Täterermittlung ein. Seine Vorschläge zielen darauf ab, Verfahren zu beschleunigen und Hürden abzubauen, die es Störern derzeit ermöglichen, Konsequenzen zu entgehen. Die geplanten Maßnahmen würden Vereine zwingen, schneller gegen Randalierer vorzugehen. Gleichzeitig soll klargestellt werden, dass der Staat – und nicht private Akteure – die Kosten für die Aufrechterhaltung der Sicherheit tragen muss. Reuls Forderungen nach Reformen sind Teil einer umfassenden Initiative zur Verbesserung der Stadionsicherheit.






