Rossinis Reise nach Reims begeistert mit opulenter Inszenierung und atemberaubender Energie
Hans-Werner RöhrichtRossinis Reise nach Reims begeistert mit opulenter Inszenierung und atemberaubender Energie
Eine opulente Inszenierung von Die Reise nach Reims – einer Opera buffa, die Gioachino Rossini 1825 zur Krönung von König Karl X. komponierte – begeistert mit atemberaubender Energie das Publikum. Die Handlung spielt im fiktiven Hotel Goldene Lilie, wo hochadelige Gäste für Chaos sorgen, Pistolen losgehen und sogar eine Harfe in Flammen aufgeht.
Die Oper erzählt von einer exzentrischen Gruppe von Aristokraten, die im Goldene Lilie, einem provinziellen französischen Hotel, festsitzen. Rufus Didwiszus entwarf das Bühnenbild mit einem prunkvollen Foyer, verschlungenen Fluren und einem eleganten Speisesaal. Das Ensemble aus 14 Sänger:innen liefert eine rasante Aktion nach der anderen – akrobatische Kunststücke mitten in den Arien, ausgeführt mit verblüffender Präzision.
Cecilia Bartoli glänzt als Corinna und entfesselt ein atemberaubendes Feuerwerk an Koloraturgesang. Marina Viotti übernimmt die Rolle der Gräfin Melibea, während Mélissa Petit die Gräfin di Folleville verkörpert. Victoria Behrs opulente Fantasiekostüme steigern das Spektakel noch und verbinden Üppigkeit mit Esprit.
Gianluca Capuano dirigiert das auf historischen Instrumenten spielende Ensemble Les Musiciens du Prince-Monaco und sorgt für einen authentischen, zugleich lebendigen Klang. Zu den Höhepunkten der Produktion zählen Schüsse und eine lodernde Harfe – unerwartete Wendungen, die das Publikum in ihren Bann ziehen.
Diese Neuauflage von Die Reise nach Reims verlangt den Sänger:innen außergewöhnliche Ausdauer ab, die gesangliche Brillanz mit körperlichem Wagemut verbinden. Die Mischung aus Rossinis mitreißender Musik, aufwendiger Bühnengestaltung und mutigen Darbietungen macht diesen Opernabend zu einem unvergesslichen Erlebnis.






