01 April 2026, 00:39

Solingen sucht Lösungen für die Zukunft seiner Kirchengebäude bis 2035

Ein altes Foto einer belebten Stadtstraße mit einer Kirche im Hintergrund, das Gebäude, Pfosten, Menschen, Karren, Pferdefuhrwerke und Bäume an der Straße zeigt, mit Text am unteren Bildrand.

Solingen sucht Lösungen für die Zukunft seiner Kirchengebäude bis 2035

Die SPD-Fraktion in Solingen hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um örtliche Kirchgemeinden zu unterstützen, die vor Entscheidungen über ihre Gebäude stehen. Bis 2035 muss die Evangelische Kirche in Solingen die Zukunft von sieben Kirchen und sechs Gemeindezentren klären. Der Schritt folgt auf großes öffentliches Interesse, nachdem eine kürzliche Informationsveranstaltung zahlreiche Vertreter sowohl der protestantischen als auch der katholischen Seite angezogen hatte.

Die Arbeitsgruppe traf sich erstmals mit breiter Beteiligung religiöser Würdenträger. Ihre Aufgabe besteht darin, als Vermittler zwischen den Kirchen und der lokalen Politik zu wirken. Der SPD-Stellvertreter Florian Pinnow betonte, dass Kirchgemeinden eine centrale Rolle in den Stadtteilen spielten – etwa durch soziale Dienstleistungen und kulturelle Angebote.

Von den 13 Kirchen und neun Gemeindezentren, die derzeit geprüft werden, sollen vier Kirchen und drei Zentren – darunter die Stadtkirche Ohligs und die Walder Kirche – langfristig erhalten bleiben. Zwei Kirchen mit angebundenen Zentren, die Christuskirche in Rupelrath und die Kirche Mangenberg an der Corinthstraße, bedürfen noch weiterer Bewertung. Die Stadtkirche Mitte bleibt ein Sonderfall und wird gesondert betrachtet. Bisher wurden in der öffentlichen Diskussion noch keine konkreten Alternativnutzungen für die Gebäude vorgeschlagen.

Die SPD nennt zentrale Handlungsfelder, in denen sie Unterstützung leisten kann – etwa bei Bauvorschriften, sozialen Netzwerken und Kulturplanung. Ziel ist es, den Gemeinden bei der Suche nach möglichen Umnutzungen zu helfen, falls Schließungen unvermeidbar werden. Die Partei geht davon aus, dass das Thema die Solinger Politik noch Jahre beschäftigen wird.

Die Arbeitsgruppe der SPD wird den Dialog mit Kirchenvertretern und Stadtverantwortlichen fortsetzen. Ihr Engagement konzentriert sich auf praktische Hilfe, von rechtlicher Beratung bis zur Stadtteilarbeit. Da es bisher keine festen Pläne für Alternativnutzungen gibt, werden die anstehenden Gespräche maßgeblich prägen, wie diese Gebäude künftig dem Gemeinwohl in Solingen dienen können.

AKTUALISIERUNG

SPD's October 2025 Call Paved the Way for Current Working Group

The SPD's working group in Solingen has roots in a direct political response to the Lutherkirche's deconsecration announcement in October 2025. At that time, the party demanded a unified strategy for the city's church buildings, with Fraktionsvorsitzender Ernst Lauterjung stressing the urgency of defining post-2030 uses. This early advocacy created the momentum that led to the formal working group's establishment in February 2026, demonstrating how political pressure can translate into structured action.