Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll helfen
Sergio KarzSolingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll helfen
Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein Mangel an Gastronomie und kaum soziale Begegnungsstätten spiegeln tiefe wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme wider. Der Niedergang vollzog sich schleichend, mit Ursachen, die über den direkten Einflussbereich der Stadt hinausgehen – etwa der Verlust von Industrie an größere Städte und das Ausland.
Lokale Entscheidungsträger haben bereits mit Einzelprojekten und Fachstrategien versucht, die Probleme anzugehen. Doch ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt bisher. Walsken fordert nun einen ganzheitlichen Ansatz, der den gesamten Rings um die Innenstadt einbezieht und Stadtplanung, Verkehr, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima sowie Gemeinschaftsbildung berücksichtigt.
Laut Walsken hängt der Erfolg davon ab, nicht nur das Zentrum, sondern auch angrenzende Gebiete wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, den Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel aufzuwerten. Da die Umsetzung Jahre dauern werde, müsse der Erneuerungsprozess sofort beginnen, so seine Forderung. Zu seinen Vorschlägen gehören engere Verbindungen zwischen der Glasernen Werkstatt und lokalen Start-ups, mehr Studentenwohnungen, ein dezentrales Gesundheitssystem sowie digitale Beratungsangebote.
Walsken betont zudem die Notwendigkeit, eine moderne, mobile und gut bezahlte Arbeitskraft anzuziehen. Attraktive Rahmenbedingungen für diese Gruppe könnten helfen, den Abwärtstrend umzukehren. Er pocht auf eine breite Bürgerbeteiligung bei der Planung – flankiert von externem Sachverstand.
Die Probleme der Innenstadt sind komplex und seit Langem bekannt. Walskens Masterplan zielt darauf ab, sie durch abgestimmte Maßnahmen in mehreren Bereichen zu lösen. Ohne schnelle und inklusive Planung droht der Niedergang jedoch ungebremst weiterzugehen.
