19 March 2026, 10:35

Solingens Stadtring-Pläne spalten lokale Gruppen nach Messerangriff 2024

Menschen auf einer Fußgängerbrücke über einer vielbefahrenen Straße mit Fahrzeugen darunter, Gebäuden und Bäumen im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Solingens Stadtring-Pläne spalten lokale Gruppen nach Messerangriff 2024

Streit um Solingens geplanten Ohligser Stadtring spitzt sich zu

Die Kontroverse um den geplanten Ohligser Stadtring in Solingen hat sich verschärft, nachdem die Grünen Senioren Kritik lokaler Gruppen zurückgewiesen haben. Im Mittelpunkt der Debatte stehen Verkehrsfluss, Fußgängersicherheit und der Zugang zum öffentlichen Nahverkehr – Themen, die seit dem Messerangriff in Solingen 2024 noch dringlicher geworden sind. Drei Vereine haben inzwischen alternative Konzepte zum aktuellen Plan vorgelegt, doch die Seniorengruppe beharrt darauf, dass ihr Ansatz die ausgewogenste Lösung bleibt.

Die Auseinandersetzungen um den Stadtring dauern bereits seit 2022 an. Staus und Sicherheitsbedenken, die durch den Messerangriff des vergangenen Jahres noch verschärft wurden, veranlassten lokale Initiativen, Änderungen zu fordern. Die Ohligser Jongens setzen sich für eine teilweise Verkehrsberuhigung ein, während die Initiative Solinger Grüne (ISG) stattdessen einen grünen Radweg favorisiert. Unterdessen hat die Ohligser Wirtschaftsgruppe (OWG) ein Einbahnstraßensystem mit verbesserten ÖPNV-Anbindungen bis Anfang 2026 vorgeschlagen.

Die Grünen Senioren lehnen diese Vorschläge jedoch kategorisch ab. Sie argumentieren, dass eine Streichung des City Rings und eine vollständige Sperrung der Lennestraße für Busse den lokalen Verkehr massiv beeinträchtigen würde. Besonders problematisch sehen sie die Schließung der Haltestelle "Ohligs Markt", auf die viele ältere Bewohner angewiesen sind.

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Stattdessen unterstützt die Gruppe den aktuellen Verkehrsplan der Stadt Solingen. Dieser werde als fairer Kompromiss beschrieben: Zwar werde der Busverkehr auf der Lennestraße reduziert, doch wichtige Verbindungen ins Stadtzentrum blieben erhalten. Barrierefreiheit und gute Anbindungen, betonen die Grünen Senioren, seien unverhandelbar – vor allem für ältere Fahrgäste, die auf bequeme Verbindungen angewiesen sind.

Die Haltung der Grünen Senioren führt die Debatte um den Stadtring in eine Sackgasse. Da sie sich gegen eine Sperrung der Lennestraße stellen, bleibt der bestehende Verkehrsplan vorerst in Kraft. Ohne Einigung scheint der Streit über Verkehr, Sicherheit und Zugänglichkeit in Ohligs weiterzugehen.

Quelle