04 April 2026, 22:19

Solinger Kirchenkreis stimmt über historischen Zusammenschluss ab

Alte weiße Kirche mit einem Turm und einem Kreuz, umgeben von einem Zaun und hohen Bäumen, beschriftet mit "Kirche der Versöhnung an der Nerl".

Solinger Kirchenkreis stimmt über historischen Zusammenschluss ab

Am kommenden Wochenende findet im Kirchenkreis Solingen der Herbstsynodaltag in der Stadtkirche Mitte am Fronhof statt. Ein zentraler Tagesordnungspunkt ist der geplante Zusammenschluss mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg.

Die Entscheidung folgt auf monatelange Beratungen und könnte die kirchliche Verwaltungsstruktur der Region in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Erste Sondierungsgespräche mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg begannen im Sommer 2025. Bis Januar 2026 einigten sich die drei Synodalvorstände in einer gemeinsamen Sitzung darauf, den Fusionsprozess offiziell vorzuschlagen.

Am Samstag stimmen die Delegierten darüber ab, ob das Verfahren eingeleitet werden soll, das voraussichtlich drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen wird. Bei einer Zustimmung würde der neue Kirchenkreis 142 Gemeinden umfassen. Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass die Eigenständigkeit Solingens die Ressourcen des Kreises überlasten würde. Eine Fusion biete dagegen mehr Effizienz, während lokale Entscheidungen innerhalb einer eigenständigen Regionalstruktur getroffen werden könnten.

Noch vor der Abstimmung über den Zusammenschluss widmet sich die Synode am Freitagabend haushaltspolitischen Fragen. Zudem wird Pfarrerin Astrid Klumb für ihr Engagement geehrt. Am Samstagmorgen wird der neu gewählte Oberbürgermeister Daniel Flemm ein Grußwort halten. Im weiteren Verlauf steht die Initiative "Klingenkirche 2030" auf dem Programm, die die langfristige Ausrichtung des Kirchenkreises skizziert.

Das Ergebnis der Samstagsabstimmung entscheidet, ob die Fusion voranschreitet. Bei einer Zustimmung würde der Prozess schrittweise umgesetzt, wobei zentrale Weichenstellungen die Struktur des neuen Kirchenkreises prägen werden.

Ziel der geplanten Veränderungen ist es, die Verwaltung zu straffen, ohne die lokale Mitsprache innerhalb der erweiterten Region zu schwächen.

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