Stillstand bei "Leben an der Strunde": Investoren suchen Lösungen mit der Stadt Bergisch Gladbach
Hans-Werner RöhrichtStillstand bei "Leben an der Strunde": Investoren suchen Lösungen mit der Stadt Bergisch Gladbach
Eine Delegation im Zusammenhang mit dem stockenden Wohnprojekt „Leben an der Strunde“ traf sich diese Woche mit Vertretern der Stadt Bergisch Gladbach. Die Gruppe, die die Eigentümer des Wachendorff-Geländes vertritt, will die seit einem Jahr ruhenden Bauvorhaben wiederbeleben. Unter den Teilnehmern befand sich Ronald Pofalla, ehemaliger Bundesminister und enger Vertrauter des umstrittenen Immobilienmoguls Christoph Gröner.
Das Projekt war im vergangenen Jahr zum Stillstand gekommen, nachdem Bedenken wegen Investoren im Umfeld der Gröner Group aufgekommen waren. Die CGRE AG, die 89,9 Prozent der Anteile am Vorhaben hält, gehört zum Unternehmensnetzwerk Gröners, das nun mit Insolvenzverfahren und Vorwürfen finanzieller Verfehlungen konfrontiert ist.
Die Stadtverwaltung hat deutlich gemacht, dass die Arbeiten am ausgesetzten Bebauungsplan erst dann wiederaufgenommen werden, wenn die Investoren konkrete Fortschritte nachweisen. Noch immer ausstehende Gutachten zu Entwässerungssystemen und Verkehrsinfrastruktur – zentrale Voraussetzungen für weitere Schritte – werden von den Behörden erwartet.
Das Treffen deutet auf einen Versuch hin, die Pattsituation zu überwinden, doch die Haltung der Stadt bleibt unnachgiebig. Ohne die fehlenden Bewertungen und Belege für Projektfortschritte bleibt die Wohnbebauung vorerst auf Eis gelegt.
Nun liegt der nächste Schritt bei den Investoren. Bergisch Gladbach hat klare Bedingungen gestellt: aktualisierte Fachgutachten und Nachweise über die Dynamik des Projekts. Bis diese erfüllt sind, bleiben die Pläne für „Leben an der Strunde“ eingefroren – die Zukunft des Geländes damit ungewiss.






