Streiks im ÖPNV: Bielefelds Familien kämpfen um den Schulweg ihrer Kinder
Gernot GertzStreiks im ÖPNV: Bielefelds Familien kämpfen um den Schulweg ihrer Kinder
Streiks im ÖPNV in Bielefeld belasten Familien auf dem Schulweg
Die Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Bielefeld bereiten Familien erhebliche Probleme, die ihre Kinder zur Schule bringen müssen. Während einige Eltern fordern, auf Distanzunterricht auszuweichen, hat das Landesbildungsministerium diese Lösung während der Arbeitskämpfe verboten. Viele Haushalte kämpfen damit, Beruf und Schulbesuch unter einen Hut zu bringen.
Am Freitag wird der anhaltende Streik dazu führen, dass der Bielefelder Verkehrsbetrieb MoBiel vorrangig Schulverbindungen bedient. Dennoch bleibt es in der Verantwortung der Eltern, sicherzustellen, dass ihre Kinder die Schule erreichen. Einige haben bereits ihre Arbeitszeiten angepasst oder freigenommen, um die Ausfälle zu bewältigen.
An der Gesamtschule Rosenhöhe war vorgeschlagen worden, für ältere Schülerinnen und Schüler auf Distanzunterricht umzustellen. Das Ministerium lehnte den Antrag jedoch ab und bestehe darauf, dass die Präsenzpflicht für alle Jahrgangsstufen auch bei angekündigten Streiks weitergelte. Den Familien bleiben damit kaum Alternativen.
Besonders betroffen sind Alleinerziehende, Haushalte ohne Auto oder Eltern mit Vollzeitjobs. Manche äußern Unverständnis darüber, dass der Distanzunterricht – der früher dazu beitrug, die Transportprobleme während Streiks abzumildern – nun nicht mehr möglich ist.
Die Streiks stellen die Familien weiterhin vor eine harte Probe, da es weder Spielraum für Distanzlösungen noch Ausnahmen von der Schulpflicht gibt. Die Eltern müssen selbst nach Lösungen suchen, sei es durch flexible Arbeitszeiten oder alternative Verkehrsmittel. Die Situation zeigt einmal mehr die Spannung zwischen Bildungspolitik und den Realitäten von Verkehrsausfällen auf.






