Streit um Abriss: Theater- und Konzerthaus soll Feuerwehrwache weichen
Hans-Werner RöhrichtStreit um Abriss: Theater- und Konzerthaus soll Feuerwehrwache weichen
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an den Plänen für das städtische Theater- und Konzerthaus geübt. Sie hält den Abriss des bestehenden Gebäudes zugunsten einer neuen Feuerwehrwache für einen Fehler. Zudem stellt die Gruppe die Glaubwürdigkeit der zugrundeliegenden Szenariostudie infrage, die das Vorhaben stützen soll.
SG_zukunft wirft der Studie mangelnde Neutralität vor und behauptet, sie spiegle vor allem die Präferenzen der Verwaltung wider. Die Fraktion verweist dabei auf frühere Kostenexplosionen – etwa bei der neuen Feuerwehrwache in Ohligs, die über 20 Millionen Euro teurer wurde als veranschlagt. Dies nährt Zweifel an der Zuverlässigkeit der aktuellen Kostenschätzungen für öffentliche Bauprojekte.
Kernpunkt der Kritik ist die geplante Schleifung des Theater- und Konzerthauses: Kulturelle Werte ließen sich nicht allein in wirtschaftlichen Kennziffern messen, betont die Gruppe. Zudem werden ökologische Bedenken geltend gemacht, darunter die graue Energie eines Neubaus sowie die Auswirkungen eines unterirdischen Bunkers. SG_zukunft warnt außerdem vor möglichen Verkehrsproblemen durch den Standort der geplanten Feuerwehrwache.
Die Zukunft des Theater- und Konzerthauses wird in Kürze in den politischen Gremien der Stadt beraten. SG_zukunft hat angekündigt, sich für eine vertiefte Debatte einzusetzen. Die Fraktion lehnt den Abriss weiterhin entschieden ab und will die Vorschläge in den anstehenden Diskussionen infrage stellen. Sie fordert eine umfassende Bewertung der kulturellen, ökologischen und finanziellen Folgen, bevor Entscheidungen getroffen werden.
