Streit um knochentrockenen Rasen: Leverkusens Trainer kritisiert Kölner Platzbedingungen
Elsa SteyStreit um knochentrockenen Rasen: Leverkusens Trainer kritisiert Kölner Platzbedingungen
Bayer Leverkusens Spiel in Köln fand trotz kürzlicher Bewässerung auf einem überraschend trockenen Rasen statt. Die Bedingungen zogen Kritik von Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand auf sich, der behauptete, der Untergrund habe das Spiel verlangsamt. Der Kölner Cheftrainer René Wagner wies hingegen Vorwürfe einer absichtlichen Manipulation zurück.
An einem Samstagnachmittag bei Temperaturen zwischen 17 und 19 Grad Celsius wirkte der Rasen im Kölner Stadion ungewöhnlich ausgedörrt. Hjulmand bezeichnete ihn als "knochentrocken" und deutete an, der Platz könne möglicherweise vor dem Spiel bewässert und dann trocknen gelassen worden sein. Wagner hingegen führte die Sonne als wahrscheinliche Ursache an und bestritt jede gezielte Beeinflussung.
Das Problem wirft ein Schlaglicht auf eine größere Herausforderung in der Bundesliga, wo einige Stadien zunehmend mit lokalen Trockenstellen zu kämpfen haben. Der Kölner Rasen, bekannt dafür, dass er schnell verbrennt, ist seit Langem schwer zu pflegen. Im Gegensatz dazu wurden Leverkusens Platzwart:innen in der vergangenen Saison mit dem Preis "Platz des Jahres" ausgezeichnet – ein deutlicher Kontrast zu den unterschiedlichen Bedingungen in den Arenen.
Laut dem "Greenkeeping-Handbuch" der DFL sollte die Bewässerung an Wetter und Mikroklima angepasst werden. Dennoch hält das Problem in bestimmten Stadien an und wirft Fragen zum Platzmanagement auf.
Die Diskussion über die Rasenverhältnisse in Köln bleibt ungelöst. Während Hjulmands Bedenken sich auf die Auswirkungen aufs Spielgeschehen konzentrieren, besteht Wagner auf natürliche Ursachen. Die Situation spiegelt die anhaltenden Schwierigkeiten wider, in der Bundesliga eine gleichbleibende Rasenqualität in allen Stadien zu gewährleisten.






