15 May 2026, 10:21

Untersuchung zu rituellem Missbrauch im Klerus findet keine Beweise

Ein Buch, das die Geschichte der katholischen Kirche zeigt, mit Bildern von ihren Räumen, Fluren, Artefakten und erklärendem Text.

Untersuchung: Kein Beweis für satanistische Missbrauch in Diözesen - Untersuchung zu rituellem Missbrauch im Klerus findet keine Beweise

Eine Untersuchung zu Vorwürfen rituellen sexuellen Missbrauchs durch Klerusmitglieder hat keine belastbaren Beweise erbracht. Die Anschuldigungen, an denen hochrangige Persönlichkeiten wie Kardinäle und Bischöfe beteiligt sein sollten, wurden anhand von Befragungen und psychologischen Gutachten überprüft. Der Abschlussbericht wird in einer geschwärzten und anonymisierten Fassung veröffentlicht.

Die Ermittlungen waren nach Aussagen mehrerer Personen eingeleitet worden, die Priester und Bischöfe schwerster Verbrechen beschuldigten – darunter Vergewaltigung, erzwungene Abtreibungen und Tötungsdelikte. Die Schilderungen beschrieben organisierte Täternetzwerke und rituelle Gewalt. Doch die Ermittler fanden keine konkreten Belege für solche Straftaten.

Therapeuten spielten eine zentrale Rolle bei der Entstehung dieser Vorwürfe. Psychologen kamen später zu dem Schluss, dass die Beschreibungen vermutlich auf falschen Erinnerungen beruhten, die durch suggestive Therapiemethoden beeinflusst wurden. Frühere Beratungsstellen im Bistum Münster waren in die Kritik geraten, weil sie Betroffene dazu ermutigt hatten, nach verdrängten Erinnerungen zu suchen – was deren Glauben an die Anschuldigungen noch verstärkte.

Die Untersuchung stützte sich auf Gespräche mit den Anklägern sowie auf fachpsychologische Bewertungen. Zwar wurden die Erlebnisse der Betroffenen ernst genommen, doch die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass therapeutische Praktiken ein entscheidender Faktor für die Entstehung ihrer Aussagen waren.

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Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass es keine Belege für die Existenz organisierter krimineller Netzwerke oder rituellen Missbrauchs durch Kleriker gibt. Die Vorwürfe scheinen eher mit therapeutischer Suggestion als mit tatsächlichen Ereignissen zusammenzuhängen. Eine redigierte Fassung der Erkenntnisse wird in Kürze der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Quelle