30 May 2026, 22:15

Vonovia will Wohnraum für Bundeswehr bauen – und setzt auf Partnerschaft statt Staatsbau

Vonovia bietet seine Dienste der Bundeswehr an

Vonovia will Wohnraum für Bundeswehr bauen – und setzt auf Partnerschaft statt Staatsbau

Deutschlands größter Vermieter Vonovia bietet Bau und Verwaltung von Wohnraum für die Bundeswehr an. Konzerchef Rolf Buch betonte, wie wichtig passender Wohnraum für die Gewinnung und Bindung von Soldatinnen und Soldaten ist. Das Unternehmen verfügt bereits über Erfahrung in der Bereitstellung von Militärunterkünften und sieht Potenzial für eine weitere Zusammenarbeit.

Vonovia hat in der Vergangenheit bereits Bundesimmobilien übernommen, darunter auch Unterkünfte der Bundeswehr, und der Truppe Nutzungsrechte eingeräumt. Nun ist das Unternehmen bereit, diese Rolle auszubauen und gezielt neuen Wohnraum speziell für Soldaten zu errichten.

Die Bundeswehr strebt an, ihre aktiven Kräfte in den kommenden Jahren auf mindestens 260.000 zu erhöhen. Buch argumentierte, dass stabile Wohnverhältnisse entscheidend sind, um dieses Ziel zu erreichen, und schlug vor, dass eine Partnerschaft mit Vonovia effizienter sei als die Gründung neuer staatlicher Wohnungsbaugesellschaften.

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In diesem Jahr plant Vonovia den Bau von 3.000 Wohnungen und verfügt über Flächen für bis zu 70.000 weitere. Die Finanzierung bleibt jedoch eine Herausforderung, da die aktuellen Baukosten über 5.000 Euro pro Quadratmeter liegen. Damit die Mieten bezahlbar bleiben, müssten die Kosten laut Buch auf unter 3.500 Euro pro Quadratmeter sinken.

Die Bundesregierung hat Maßnahmen wie den „Wohnungsbau-Turbo“ und günstigere Kredite der KfW eingeführt, um den Bau zu beschleunigen. Buch ist überzeugt, dass diese verbesserten Rahmenbedingungen die Immobilienbranche beleben und Großprojekte wirtschaftlicher machen werden.

Das Angebot von Vonovia könnte die Wohnungsnot der Bundeswehr lindern und gleichzeitig deren Rekrutierungsziele unterstützen. Mit seinen vorhandenen Flächen und seiner Erfahrung positioniert sich das Unternehmen als zentraler Akteur für künftige Projekte im Militärwohnungsbau. Der Erfolg hängt davon ab, die Baukosten zu senken und langfristige Finanzierungen zu sichern.

Quelle