27 March 2026, 14:26

Warum Misstrauen in die Demokratie rechtspopulistische Bewegungen stärkt

Ein Plakat mit einem zentralen Baum, umgeben von Gesichtern von Menschen, mit dem Text "Der politische Cluster im Terrorismus" unten.

Warum Misstrauen in die Demokratie rechtspopulistische Bewegungen stärkt

Der Soziologe Aladin El-Mafaalani hat untersucht, warum in bestimmten Wählergruppen das Misstrauen gegenüber der Demokratie weiterbesteht. In seinem neuen Buch "Gemeinschaften des Misstrauens" analysiert er, wie Menschen das Vertrauen in staatliche Institutionen und etablierte Medien verlieren. Die Erkenntnisse erklären die anhaltende Unterstützung für rechtspopulistische Bewegungen wie die AfD und Figuren wie Donald Trump.

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El-Mafaalani, der in Dortmund forscht, argumentiert, dass misstrauische Menschen sich vor allem mit Gleichgesinnten verbünden, die ihre Skepsis teilen. Diese "Gemeinschaften des Misstrauens" bilden geschlossene Gruppen, die ihr Vertrauen in Parteien setzen, die sich offen gegen die liberale Demokratie stellen. Selbst wenn rechtspopulistische Akteure ihre Versprechen nicht einlösen, bleiben ihre Anhänger ihnen treu.

Digitale Medien haben bei dieser Entwicklung eine zentrale Rolle gespielt. Erstmals können misstrauische Menschen sich leicht vernetzen, organisieren und in ihren Ansichten bestärken. Rechtspopulistische Netzwerke setzen zudem auf subkulturelle Kommunikationsstrategien und nutzen KI-generierte Bilder und Videos, um ihren Einfluss zu verbreiten.

Der Soziologe warnt, dass bloße Enthüllungen über die Inkompetenz der AfD das demokratische Vertrauen nicht wiederherstellen werden. Stattdessen schlägt er vor, dass ein besseres Verständnis dieser Dynamiken helfen könnte, wirksamere Strategien gegen den Rechtspopulismus zu entwickeln. El-Mafaalanis Analyse zeigt eine bleibende Herausforderung auf: Wähler in diesen Gemeinschaften werden kaum wieder Vertrauen in die Demokratie fassen. Das Buch bietet zwar einen Rahmen, um populistische Bewegungen zu begegnen – doch das Problem sitzt tief. Ohne neue Ansätze wird der Einfluss des Rechtspopulismus weiter anhalten.

Quelle