Wie ein Geflüchteter aus Damaskus in Bergisch Gladbach eine neue Heimat fand
Sergio KarzWie ein Geflüchteter aus Damaskus in Bergisch Gladbach eine neue Heimat fand
Neue Ausstellung in Bergisch Gladbach: Porträts von Geflüchteten und ihre Integrationsgeschichten
Eine neue Ausstellung in Bergisch Gladbach präsentiert Porträts von Geflüchteten, darunter Hosheen Shekhi, ein kurdischer Mann, der 2015 aus Damaskus floh. Die Schau ist noch bis zum 6. Dezember zu sehen und rückt persönliche Schicksale von Neuansiedlungen in den Fokus. Shekhis eigener Werdegang steht dabei exemplarisch für die Herausforderungen und Erfolge der Integration in der Region.
Vor neun Jahren kam Hosheen Shekhi als einer von über 1.000 Geflüchteten nach Deutschland, die seit 2015 in Bergisch Gladbach aufgenommen wurden. Zunächst lebte er in Schildgen, zog später weg, kehrte aber schließlich ins Rheinland zurück. Sein Integrationsweg begann mit einer einheimischen Familie, die ihm half, Deutsch zu lernen – ganz ohne formellen Sprachkurs. 2023 bestand er die B1-Prüfung und fand eine Anstellung bei der Arbeitsagentur.
In Schildgen hatten sich rund 100 Bürgerinnen und Bürger in einer Willkommensinitiative zusammengeschlossen, um Neuankömmlingen wie Shekhi zu helfen. Heute spricht er mit seiner neun Monate alten Tochter Deutsch – ein Zeichen für sein Engagement, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen. Seine Geschichte wird auch bei der kommenden Veranstaltung "Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen" am 28. November thematisiert.
Die aktuelle Ausstellung des Fotografen Philipp J. Bösel hält ähnliche Schicksale in eindrucksvollen Porträts fest. Sie gibt Besuchern Einblick in die Gesichter und Wege hinter den Flüchtlingsstatistiken.
Shekhis Entwicklung – vom Spracherwerb bis zur Arbeitsaufnahme – spiegelt die größeren Integrationsbemühungen in Bergisch Gladbach wider. Ausstellung und Veranstaltung lenken den Blick auf diese Erfahrungen und sorgen dafür, dass die Geschichten von Geflüchteten sichtbar bleiben. Beide Projekte werden flankiert von lokalen Unterstützungsnetzwerken, die weiterhin die Gemeinschaftsantwort auf Neuansiedlung prägen.






