01 May 2026, 04:22

Willicher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 trotz 25-Millionen-Defizit einstimmig

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Entwurfsstadtbahnprojekt", zeigt Straßen, Autobahnen und Stadtmerkmale.

Willicher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 trotz 25-Millionen-Defizit einstimmig

Willicher Stadtrat beschließt Haushalt 2026 in Rekordzeit

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen hielten sich dabei strikt an eine Redezeitbegrenzung von fünf Minuten. Trotz eines prognostizierten Fehlbetrags von 25 Millionen Euro und wachsender Sorgen über steigende Kita-Gebühren fiel die Entscheidung einstimmig. Der Haushalt tritt nach der Verabschiedung im Juli rechtlich in Kraft.

Das Verfahren verlief zügig, da alle Parteien ihre Wortbeiträge knapp hielten. Dennoch blieben die finanziellen Herausforderungen offensichtlich: Die Stadt steht vor einem Defizit von 25 Millionen Euro und ist zunehmend auf Liquiditätskredite angewiesen. Die SPD stimmte zwar dem Haushalt zu, kritisierte jedoch die Streichung des Zuschusses für das 49-Euro-Ticket für Studierende, begrüßte aber die Bauturbo-Initiative zur Beschleunigung des sozialen Wohnungsbaus.

Eltern in Willich protestierten gegen die geplanten Erhöhungen der Kita-Gebühren und die stärkeren jährlichen Kostenanpassungen. Der Jugendhilfeausschuss lehnte sowohl die Geschwisterkind-Regelung als auch die höheren Gebühren ab, sodass Familien künftig keine Ermäßigungen mehr für mehrere Kinder erhalten. Die Grünen unterstützten den Haushalt, betonten jedoch die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Entlastung der angespannten Haushaltslage.

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Die SPD hatte zuvor detaillierte Sparvorschläge eingereicht, die sich auf nicht essenzielle Ausgaben konzentrierten, um die Belastung der Haushalte zu verringern. Ihre Position unterstrich den Kurs der Konsolidierung ohne zusätzliche Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger.

Der Haushalt 2026 ist nun beschlossen und wird im Juli in Kraft treten. Die Kita-Gebühren steigen wie geplant, Geschwisterermäßigungen entfallen, während die Stadt mit einer Finanzlücke von 25 Millionen Euro kämpft. Die Ratsmitglieder deuteten an, dass in den kommenden Monaten weitere Anpassungen notwendig werden könnten.

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