Zoll Aachen treibt 9.000 Euro Mautschulden von polnischer Spedition ein
Zollbeamte in Aachen treiben erhebliche Mautschulden bei polnischem Transportunternehmen ein
Bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A4 haben Zollbeamte in Aachen Anfang dieses Monats eine beträchtliche Summe an ausstehenden Mautgebühren von einem polnischen Speditionsunternehmen eingezogen. Das Unternehmen schuldete fast 9.000 Euro an offenen Forderungen.
Am 4. Juni 2025 stoppten Mitarbeiter des Zollamts Aachen an der Raststätte Rurscholle Nord bei Düren einen Lkw des polnischen Unternehmens. Dabei stellten sie 48 nicht beglichene Vollstreckungsbescheide mit einem Gesamtbetrag von 8.663,50 Euro fest. Die Beamten trieben die vollständige Summe noch vor Ort ein.
Bereits im Mai 2025 hatte es einen ähnlichen Fall gegeben: Ein bulgarisches Transportunternehmen war nahe Aachen aus demselben Grund angehalten worden. Auch diese Schuld wurde direkt per Kreditkarte beglichen. Gläubiger in beiden Fällen war das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) in Köln.
Das Hauptzollamt Aachen ist regelmäßig mit solchen Fällen befasst und setzt Forderungen sowohl für den Zoll als auch für öffentliche Stellen gegen ausländische Schuldner durch. Für weitere Auskünfte steht Sabine Krämer vom Hauptzollamt Aachen als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Zudem beschlagnahmt die Behörde an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden immer wieder große Mengen an Drogen.
Durch die Vollstreckungsmaßnahme hat das polnische Unternehmen seine Schulden nun beglichen. Das Aachener Zollamt geht weiterhin gezielt gegen Personen und Firmen vor, die Steuer- oder Mautpflichten nicht erfüllen. Solche Kontrollen sind Teil umfassender Bemühungen, ausstehende Forderungen grenzüberschreitend einzutreiben.
