Zwei Betrugsfälle erschüttern Lüdenscheid: Online-Kauf und Sextortion-Erpressung
Gernot GertzZwei Betrugsfälle erschüttern Lüdenscheid: Online-Kauf und Sextortion-Erpressung
Die Polizei in Lüdenscheid ermittelt in zwei getrennten Betrugsfällen, die von Anwohnern gemeldet wurden. In einem Fall verlor ein Mann Geld, nachdem er einen gebrauchten MiniDisc-Rekorder gekauft hatte, der nie ankam. Im anderen Fall wurde ein Opfer mit intimen Fotos erpresst und zur Zahlung an den Erpresser gezwungen.
Im ersten Fall hatte ein 59-jähriger Mann einen MiniDisc-Rekorder über einen Online-Kauf bezahlt. Nach der Überweisung des Geldes erhielt er die Ware jedoch nie. Später stellte sich heraus, dass das Verkäuferkonto wegen verdächtiger Aktivitäten gesperrt worden war.
Das zweite Opfer geriet in die Falle eines sogenannten "Sextortion"-Betrugs. Es wurde über eine Messaging-App von einer Person kontaktiert, die sich als Frau ausgab. Nach dem Austausch intimer Fotos wurde das Opfer erpresst und gezwungen, über PayPal Geld zu überweisen.
Die Polizei hat nach beiden Vorfällen Warnungen herausgegeben. Sie rät davon ab, intime Bilder an unbekannte Personen im Internet zu schicken. Zudem wird zur Vorsicht beim Kauf oder Verkauf von Artikeln geraten – persönliche Übergaben oder sichere Zahlungsmethoden seien vorzuziehen. Von der Nutzung der "Freunde und Familie"-Option bei PayPal wird abgeraten, da sie keinen Betrugsschutz bietet.
Beide Fälle werden weiterhin untersucht. Die Behörden appellieren an die Bürger, bei Kontakten mit unbekannten Personen im Netz wachsam zu bleiben. Sichere Zahlungsmethoden und persönliche Transaktionen werden empfohlen, um nicht Opfer ähnlicher Betrugsmaschen zu werden.






