16. Hilfskonvoi aus Bergisch Gladbach bringt 54 Tonnen Hoffnung in die Ukraine
Sergio Karz16. Hilfskonvoi aus Bergisch Gladbach bringt 54 Tonnen Hoffnung in die Ukraine
Freiwillige aus Bergisch Gladbach und Overath haben ihre 16. Hilfslieferung in die Ukraine abgeschlossen. Der jüngste Konvoi traf mit über 54 Tonnen lebenswichtiger Güter in Chmelnyzkyj ein, darunter Nahrungsmittel, Kleidung und medizinische Ausrüstung. Bereits für November ist eine weitere Fahrt geplant – diesmal mit einem Rettungswagen an Bord.
Die Reise war nicht ohne Hindernisse: Die Helferinnen und Helfer verbrachten 16 Stunden Wartezeit an der polnisch-ukrainischen Grenze, bevor sie einreisen durften. Im Land verteilten sie die Hilfsgüter an Familien, die vor der näher rückenden Front fliehen.
Die Lieferung umfasste Konserven, Holzöfen, warme Kleidung, Spielzeug und andere dringend benötigte Artikel. Vor Ort wird weiterhin sowohl die akute Not als auch der langfristige Bedarf gelindert. Oleksander Chalsym, Leiter eines Traumazentrums in Chmelnyzkyj, warnte, dass die psychologischen Folgen des Krieges mindestens drei Generationen prägen könnten. Gleichzeitig leitet die Psychologin Olena Lebedjewa eine Selbsthilfegruppe für Frauen, die im Konflikt ihre Ehemänner verloren haben.
Jeden Morgen um 9 Uhr gedachten die Ukrainerinnen und Ukrainer mit einer Schweigeminute der Opfer des Krieges. Der nächste Konvoi, organisiert von Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach und Humanitäre Hilfe Overath, wird im November aufbrechen – diesmal mit einem Krankenwagen, um die medizinische Versorgung in der Region zu stärken.
Wer die Aktion unterstützen möchte, findet weitere Informationen online oder kann sich an Norbert Kuhl aus Overath (Telefon: 0170-350 30 40) oder Ulrich Gürster aus Bergisch Gladbach (Telefon: 0179-458 2444) wenden. Die anhaltenden Hilfsmaßnahmen zielen darauf ab, den vom Krieg Betroffenen sowohl praktische als auch emotionale Unterstützung zu bieten.






