04 April 2026, 08:20

16-Jähriger aus Nottuln wegen IS-Unterstützung vorläufig festgenommen

Kinder laufen eine Straße entlang und halten Gewehre in den Händen, mit Gebäuden auf beiden Seiten und Menschen im Hintergrund unter einem sichtbaren Himmel.

Verdächtiger IS-Sympathisant wieder bei Eltern - 16-Jähriger aus Nottuln wegen IS-Unterstützung vorläufig festgenommen

Ein 16-Jähriger aus dem Münsterland wurde am Freitagabend vorläufig festgenommen, weil er im Verdacht steht, die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) unterstützt zu haben. Die Polizei durchsuchte das Elternhaus des Jugendlichen in Nottuln und beschlagnahmte mehrere Gegenstände, bevor er wieder in die Obhut seiner Eltern entlassen wurde. Die Behörden betonten, dass von ihm derzeit keine akute Gefahr für die Öffentlichkeit ausgehe.

Der Teenager war ins Visier der Ermittler geraten, nachdem diese Hinweise auf Social-Media-Beiträge gefunden hatten, in denen er IS-Propaganda verbreitete. Zu den geteilten Inhalten gehörten auch Abbildungen von Waffen. Nach der Festnahme durchsuchten Beamte das Wohnhaus der Familie und sicherten ein Mobiltelefon, ein Messer sowie weitere Gegenstände – darunter vor allem Attrappen von Waffen.

Nach der Vernehmung wurde der Junge seinen Eltern übergeben, wobei das Jugendamt über den Fall informiert wurde. Die Polizei bestätigte, dass keine rechtliche Grundlage für eine weitere Ingewahrsamnahme bestand. Dennoch prüfen die Sicherheitsbehörden weiterhin die vorliegenden Beweise.

Die Münsteraner Polizeipäsidentin Alexandra Dorndorf unterstrich, wie wichtig es sei, solche Fälle mit Schnelligkeit, Feingefühl und Wachsamkeit zu behandeln. Zwar werde der Jugendliche derzeit nicht als dringende Bedrohung eingestuft, doch blieben die Behörden wachsam.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Ermittlungen gegen mutmaßliche IS-Sympathisanten in Deutschland ein. In den vergangenen zwei Jahren führten Bundesbehörden wie das BKA und das ZIT mehrere Razzien gegen Verdächtige durch, darunter vier Personen in separaten Fällen. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss befasste sich zudem mit dem Messerangriff von Solingen 2024, auch wenn die Ermittler keine direkten Parallelen zum aktuellen Fall in Nottuln ziehen.

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Die Untersuchungen zu den angeblichen IS-Verbindungen des Jugendlichen laufen noch, bisher wurden jedoch keine Anklagen erhoben. Die beschlagnahmten Gegenstände bleiben vorerst sichergestellt und werden weiter analysiert. Das Jugendamt wird die Entwicklung begleiten, während die Behörden mögliche Risiken weiter bewerten.

Quelle