Buchhandlung Golden Shop kontert Kulturminister Weimer mit provokanter Fassade
Elsa SteyBuchhandlung Golden Shop kontert Kulturminister Weimer mit provokanter Fassade
Die Bremer Buchhandlung Golden Shop steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, nachdem es zu einem öffentlichen Streit mit Kulturminister Wolfram Weimer gekommen ist. Ursprünglich sah sich der Laden mit Ermittlungen konfrontiert, weil an seiner Fassade ein umstrittenes Motto prangte – doch inzwischen hat die Buchhandlung ihre Schaufensterdekoration auf überraschende Weise umgestaltet.
Einst zierte den Eingang der Buchhandlung der Spruch „Deutschland verrecke bitte“. Daraufhin veranlasste Minister Weimer, dass der Verfassungsschutz den Laden prüfen sollte. Zudem strich er einen geplanten Preis in Höhe von 15.000 Euro, mit dem der Golden Shop als „herausragende Buchhandlung“ ausgezeichnet werden sollte.
Als Reaktion hissten sechs Personen ein großes Stofftransparent am Giebel der Buchhandlung. Nun schmücken handschriftliche Zitate von Weimer selbst die Fassade. Auch das Schaufenster wurde neu gestaltet: Dort ist nun ein Porträt des Ministers neben seinen eigenen Büchern zu sehen.
Inhaberin Ausma Zvidrina machte deutlich, dass die Buchhandlung Weimers Werke nicht ins Sortiment aufnehmen werde. Auf die Frage, ob die Neugestaltung eine Distanzierung von linksextremen Positionen signalisieren solle, lachte Zvidrina nur.
Die Veränderungen des Golden Shop sorgen bundesweit für Aufsehen. Die neuen Dekorationen – bestehend aus Zitaten und dem Konterfei Weimers – haben den umstrittenen Spruch ersetzt. Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen zwischen der Buchhandlung und dem Minister über die Grenzen politischer Äußerungen.






