Chaos beim Bundesliga-Duell: Pyrotechnik, Gewalt und Festnahmen in Mönchengladbach
Sergio KarzChaos beim Bundesliga-Duell: Pyrotechnik, Gewalt und Festnahmen in Mönchengladbach
Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln eskaliert in Chaos
Am Samstag, dem 8. November, artete das Bundesliga-Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln in gewalttätigen Ausschreitungen und Pyrotechnik-Vorfällen aus, die das Spiel im Borussia-Park (Anpfiff 18:30 Uhr) überschatteten. Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Stadions kam es zu zahlreichen Zwischenfällen, die zu Festnahmen und strafrechtlichen Ermittlungen führten.
Noch vor dem Spiel wurden privat organisierte Fanbusse sowie ein Shuttle für die auswärtigen Kölner Anhänger von Mönchengladbacher Fans beschädigt. Die Polizei registrierte später 15 Straftaten, darunter Körperverletzung, eine Sexualstraftat und mehrere Fälle von Sachbeschädigung. Zwei Personen wurden wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte identifiziert; gegen sie wurden strafrechtliche Verfahren eingeleitet.
Im Stadion selbst zündeten Kölner Fans im Gästeblock Feuerwerkskörper und Rauchbomben, was zu einer vorübergehenden Spielunterbrechung führte. Auch in den Heimrängen kam es zu Pyrotechnik-Einsätzen, während draußen vor dem Mönchengladbacher Fan-Haus und in der Humboldstraße Fackeln entzündet wurden. Ein Polizist wurde von einem Fan am Helm getroffen und sofort festgenommen.
Die Behörden hatten bereits im Vorfeld strenge Sicherheitsvorkehrungen ergriffen, darunter ein Verbot von Glasflaschen, Dosen und Alkohol im Stadion. Vier Stadionverbote wurden verhängt, fünf Personen vorläufig festgenommen. Die Bundespolizei dokumentierte zudem einen Angriff auf einen Regionalzug, bei dem Kölner Fans Notfallkameras abdeckten und außer Betrieb setzten – auch hier laufen nun strafrechtliche Ermittlungen.
Das Spiel endete mit mehreren Festnahmen und einer langen Liste von Verstößen, von Sachbeschädigung bis zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Die Polizei bestätigte 15 Strafanzeigen und vier Ordnungswidrigkeiten; die Ermittlungen dauern an. Die Vorfälle werfen Fragen zum Fanverhalten im Vorfeld kommender Spiele auf.






