27 March 2026, 04:24

DEVK übernimmt erstmals die Führung in der Schadensregulierung 2024

Alte Werbetafel für die Germania Feuerversicherungsgesellschaft mit einer Frau in der Mitte und Text, der die Dienstleistungen beschreibt.

DEVK übernimmt erstmals die Führung in der Schadensregulierung 2024

DEVK Versicherungen führt erstmals die Schadensregulierungs-Rangliste 2024 an

Die DEVK Versicherungen hat zum ersten Mal die Spitzenposition in der Schadensregulierungs-Bewertung 2024 erreicht und damit alle Konkurrenten übertroffen. Der Erfolg des Unternehmens markiert einen Wandel in der Branchenlandschaft, wobei auch HUK-Coburg und LVM neue Platzierungen erzielen konnten. Gleichzeitig belasten weiterhin steigende Kosten und Verzögerungen die Kundenzufriedenheit im gesamten Sektor.

Bei der Preisverleihung sicherte sich die DEVK den ersten Platz; Daniel Graß nahm die Auszeichnung stellvertretend für das Unternehmen entgegen. Dieser Sieg stellt den ersten Gesamtsieg des Versicherers in der jährlichen Bewertung dar. HUK-Coburg belegte mit Martin Schneider als Preisträger den zweiten Platz – ein neuer Rekord für das Unternehmen. Die LVM erreichte Rang drei, wobei Michael Messmann das Ergebnis würdigte. Messmann betonte später, dass branchenweite Fortschritte in der Schadensabwicklung wichtiger seien als einzelne Platzierungen. Seine Äußerungen fielen in einen Kontext, in dem der BVdP, der Branchenverband, auf anhaltende Probleme im Sektor hinwies.

Der BVdP vermeldete zudem den Abschied von Marco Senger, einem langjährigen Mitglied, und bekräftigte gleichzeitig seine Ablehnung direkter Kundenregulierungen in der Schadensbearbeitung. Geschäftsführer Michael Pinto präsentierte während der Veranstaltung eine Auswertungsgrafik, die die Leistungsunterschiede deutscher Schadensmanager veranschaulichte.

Hinter den Rankings steht die Branche jedoch unter zunehmendem Druck. In den vergangenen fünf Jahren stiegen die durchschnittlichen Kfz-Schadenskosten um 24,2 % auf 3.334 Euro pro Fall. Bearbeitungsverzögerungen von bis zu sechs Wochen trieben die Unzufriedenheit der Kunden auf 40 % – viele ziehen einen Anbieterwechsel in Betracht. Die Combined Ratio in der Kfz-Versicherung verschlechterte sich von 90,6 % auf 106 %. HUK-Coburg warnte vor anhaltenden Risiken durch Naturkatastrophen, während sowohl DEVK als auch HUK-Coburg in der Unfallversicherung zwischen 2019 und 2024 Verluste verzeichneten. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Digitalisierung in der Schadensabwicklung auf niedrigem Niveau: Die Automatisierungsquote liegt weiterhin zwischen 4 % und 40 %.

Der Sieg der DEVK spiegelt einen wettbewerbsintensiven, aber problembehafteten Versicherungsmarkt wider. Die drei führenden Anbieter liegen nun eng beieinander, doch branchenspezifische Probleme wie Kostensteigerungen und langsame Bearbeitungszeiten bestehen fort. Ohne gezielte Verbesserungen könnten Kundenzufriedenheit und Vertragsverluste im gesamten Sektor weiter zunehmen.

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