Dinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch
Hans-Werner RöhrichtDinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch
Dinslakens erstes "Stadtgespräch": Bürger im Dialog mit der Verwaltung
Am 11. März 2026 fand in Dinslaken das erste Stadtgespräch statt – ein Format, das rund 70 Bürgerinnen und Bürger zusammen mit Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae an einen Tisch brachte. Im Mittelpunkt stand ein offener Austausch über die Zukunft der Stadt und die drängenden finanziellen Herausforderungen.
Fünf Jahre lang hatte Dinslaken bis 2026 mit jährlichen Haushaltslücken von etwa 10 bis 15 Millionen Euro zu kämpfen. Steigende Kosten in den Bereichen Soziales, Personal und Infrastruktur bei gleichzeitig stagnierenden Einnahmen aus Gewerbesteuern und Landeszuschüssen belasteten den Haushalt schwer. Thomae skizzierte im Gespräch Maßnahmen zur Konsolidierung, darunter eine Erhöhung der Grundsteuer B (Grundsteuer für bebaute Grundstücke).
Die Anwesenden äußerten Bedenken zu geplanten Steuererhöhungen, der Zukunft der Eishalle, Verzögerungen beim Schulbau und der mangelnden Präsenz lokaler Politiker. Einige fragten, ob frühere Weichenstellungen die aktuelle Finanznot hätten abmildern können. Ein Teilnehmer betonte, dass das neue Dialogformat bereits dazu beigetragen habe, Nachbarn wieder ins Gespräch zu bringen.
Bürgermeister Panke hob Fortschritte bei zentralen Projekten hervor: den Neubau einer Turnhalle für die EBGS-Schule, Sanierungsarbeiten an der Feuerwehrwache Eppinghoven und die fertiggestellte Schulzentrums in Hiesfeld. Zudem kündigte er die Umrüstung der Straßenlaternen auf energieeffiziente LEDs an. Parallel verhandeln die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) über eine Neugestaltung des Geländes des Hiesfelder Freibads.
Der städtische Haushalt, ein zentrales Thema des Abends, wird am 26. März im Stadtrat zur Abstimmung stehen. Ein weiteres Stadtgespräch ist für den Herbst geplant, um die Diskussionen fortzuführen.
Die Veranstaltung markierte einen Schritt zu mehr Transparenz zwischen der Dinslakener Verwaltung und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Angesichts anstehender Haushaltsentscheidungen und laufender Projekte will die Stadt den Dialog aufrechterhalten. Das nächste Stadtgespräch bietet erneut die Gelegenheit, öffentliche Prioritäten zu diskutieren.