17 April 2026, 10:19

Essen diskutiert auf Zollverein über wirkungsvolle Kinderarmut-Prävention

Plakat der New Yorker Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeit an Kindern an der Fourth Avenue und 23rd Street, das ein Gebäude mit Fenstern, Bäumen und Himmel zeigt, mit Text unten.

Essen diskutiert auf Zollverein über wirkungsvolle Kinderarmut-Prävention

Ende Oktober 2025 fand auf der Zeche Zollverein in Essen eine Fachdiskussion zur kommunalen Präventionsarbeit statt. Die vom Lenkungsgremium kinderstark organisierte Veranstaltung konzentrierte sich auf wirkungsorientierte Strategien zur Unterstützung von Kindern und Familien in der Stadt. Teilgenommen haben Forscherinnen und Forscher, kommunale Verantwortliche sowie Fachkräfte aus dem Bereich Prävention.

Die Tagung brachte Verwaltungsmitarbeitende und Expertinnen und Experten zusammen, um sich auszutauschen und die Fortschritte des Programms kinderstark zu bewerten, das die Folgen von Kinderarmut lindern soll. Grundlage der Diskussionen bildete Essens Integrierte Kommunale Präventionsstrategie, wobei der Fokus darauf lag, bestehende Unterstützungssysteme besser zu vernetzen.

Gerda Holz präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse zu Kinderarmut und wies auf die Herausforderungen hin, vor denen Kommunen in der Präventionsarbeit stehen. Carsten Bluhm, Leiter des Essener Jugendamts, betonte, dass Chancengleichheit und Teilhabe unverzichtbar für eine funktionierende Gesellschaft seien. Gezielte Prävention trage dazu bei, fairere Lebensbedingungen für alle Kinder zu schaffen, so Bluhm.

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Sybille Krüger, die die kinderstark-Koordinierungsstelle leitet, unterstrich die Bedeutung messbarer Erfolge in der Präventionsarbeit. Stefan Schmidt von schmidt evaluation hielt einen Hauptvortrag über die Umsetzung wirkungsorientierter Steuerung in kommunalen Programmen. Dabei ging es darum, wie Daten und strukturierte Ansätze die Qualität von Fördermaßnahmen verbessern können.

Im Rahmen der Veranstaltung gab es zudem Aktuelles zu kinderstark – NRW schafft Chancen, einer landesgeförderten Initiative, die Kommunen dabei unterstützt, armutsbedingte Nachteile abzubauen. Das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen fördert das Vorhaben 2025 mit rund 14,3 Millionen Euro.

Die Gespräche auf der Zeche Zollverein zielten darauf ab, Essens Präventionsnetzwerke zu stärken und sicherzustellen, dass die Mittel bei denen ankommen, die sie am dringendsten benötigen. Mit kontinuierlicher Förderung und fachübergreifender Zusammenarbeit wird das kinderstark-Programm seine Arbeit ausbauen, um bessere Perspektiven für Kinder und Jugendliche in prekären Lebenslagen zu schaffen.

Quelle