Essen will Handys an Schulen komplett verbieten – für besseres Lernen und weniger Mobbing
Hans-Werner RöhrichtEssen will Handys an Schulen komplett verbieten – für besseres Lernen und weniger Mobbing
Essen Oberbürgermeister Thomas Kufen setzt sich für strengere Regeln zur Handynutzung an Schulen ein. Sein Argument: Im Klassenzimmer sollte der Fokus auf dem Lernen und dem sozialen Miteinander liegen – nicht auf Bildschirmen. Mit seinen Vorschlägen will er Cybermobbing eindämmen und die Konzentration der Schülerinnen und Schüler während der Schulzeit steigern.
Kufen ist überzeugt, dass Schulen eine zentrale Rolle dabei spielen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones zu vermitteln. Daher fordert er, Medienkompetenz fest im Lehrplan zu verankern, damit Jugendliche lernen, digitale Werkzeuge sicher zu nutzen. Gleichzeitig appelliert er an die Eltern, diese Werte auch zu Hause zu stärken.
Mehrere weiterführende Schulen in Essen haben bereits klare Richtlinien für die Smartphonenutzung eingeführt – mit positiven Ergebnissen: Weniger Ablenkung und mehr direkter Austausch. Kufen will diese Regeln nun ausweiten und Handys nicht nur in den Klassenräumen, sondern auch auf den Schulhöfen in den Pausen verbieten.
Die Stadt investiert zudem in die digitale Infrastruktur der Schulen. Ein stabiles Internet und moderne Geräte sollen das Lernen unterstützen, ohne dabei selbst zur Ablenkung zu werden. Kufens Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Technologie die Bildung fördert – statt sie zu stören.
Falls die verschärften Regeln umgesetzt werden, wäre die Handynutzung während des gesamten Schultags eingeschränkt. Stattdessen sollen soziale Kompetenzen und Medienkompetenz stärker neben den schulischen Inhalten gefördert werden. Damit Kufens Plan gelingt, setzt er auf die Zusammenarbeit von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie den Familien.






