Essener Pilotprojekt setzt auf leise Glasfaser-Verlegung mit E-Bohranlagen
Hans-Werner RöhrichtEssener Pilotprojekt setzt auf leise Glasfaser-Verlegung mit E-Bohranlagen
Im Essener Stadtteil Steele findet eine leise Revolution statt: Bauarbeiter verlegen auf einer Strecke von einem Kilometer Glasfaserkabel – doch ohne den üblichen Lärm und Abgase. Anwohner haben den Unterschied bemerkt, denn anstelle von dieselbetriebenen Baggern kommen nun elektrische Bohranlagen zum Einsatz.
Das von Tobias Hobert koordinierte Projekt setzt auf eine innovative Methode, die Lärm und Emissionen um über 80 Prozent reduziert. Statt lauter Maschinen transportiert ein elektrisches Nutzfahrzeug eine Stromspeichereinheit, die die Bohranlagen antreibt. So können die Arbeiten mit minimalen Störungen voranschreiten.
Die ersten 800 Meter Kabel wurden in einem offenen Graben entlang der Ruhr verlegt. Um den Fluss zu unterqueren, bohrte die Crew mit der elektrischen Anlage einen unterirdischen Tunnel. Weitere 200 Meter folgten unter einem nahegelegenen Straßenknotenpunkt.
Die Green Econo GmbH, eine Beratungsfirma mit Sitz in Brilon, begleitet das Projekt. Ihre Methode sorgt dafür, dass die Arbeiten fast geräuschlos und ohne Abgase ablaufen – eine willkommene Veränderung für die Anwohner.
Das Essener Pilotprojekt zeigt, wie der Ausbau von Glasfaserkabeln mit deutlich weniger Lärm und Umweltbelastung gelingen kann. Das elektrische Bohrsystem hat sich bereits beim Unterqueren von Flüssen und Straßen bewährt. Bei Erfolg könnte dieser Ansatz zum neuen Standard für künftige Infrastrukturprojekte werden.






