Fußballturnier ohne Schiedsrichter krönt Bergisch Gladbachs Wochen gegen Rassismus 2026
Gernot GertzFußballturnier ohne Schiedsrichter krönt Bergisch Gladbachs Wochen gegen Rassismus 2026
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden in Bergisch Gladbach mit einzigartigem Fußballturnier
In Bergisch Gladbach gingen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem besonderen Fußballturnier zu Ende. Organisiert vom lokalen Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt trafen sich neun Mannschaften unter dem Motto "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und Rechtsextremismus". Das Turnier überzeugte nicht nur durch seine Botschaft, sondern auch durch sein ungewöhnliches Format: Statt Schiedsrichter gab es Fairplay und Solidarität.
Das "Kick gegen Rassismus"-Turnier stand unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz. Das Bergisch Gladbacher Bündnis, 2024 gegründet, vereint mittlerweile über 30 Partnerorganisationen, die sich für eine offene, vielfältige Gesellschaft einsetzen und Fremdenfeindlichkeit entgegenwirken. Ihre Projekte fördern den Zusammenhalt und ein inklusives Miteinander in der Stadt.
Insgesamt 36 Spiele wurden an diesem Tag ausgetragen – ganz ohne Schiedsrichter. Unter den Teilnehmenden waren zwei Teams der Abou-Bakr-Moschee/Islamischen Gemeinschaft sowie eine Mannschaft der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG). Statt Pokale erhielt jedes Team ein Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus" als symbolische Anerkennung.
Den Turniersieg sicherte sich schließlich der IGMG Bergisch Gladbach e.V., der in Anwesenheit von Bürgermeister Kreutz gefeiert wurde. Das Turnier war Teil der bundesweiten Internationalen Wochen gegen Rassismus, die jährlich im März vom Deutschen Institut für Menschenrechte koordiniert werden.
In ganz Deutschland fanden in mindestens neun Städten – darunter Pfaffenhofen an der Ilm, Hagen, Berlin und Dresden – eigene Veranstaltungen statt. Mit Sportworkshops, Konzerten, Ausstellungen und Stadtführungen setzten die Kommunen kreative Akzente gegen Rassismus und für ein vielfältiges Miteinander während der zweiwöchigen Kampagne (14. bis 29. März).
Das Turnier in Bergisch Gladbach bildete den Abschluss der diesjährigen Antirassismus-Aktionen. Statt Medaillen nahmen die Teams Banner mit – ein Zeichen für Einheit und Respekt. Gleichzeitig zeigten ähnliche Initiativen in zahlreichen Städten, wie Sport, Kultur und gemeinschaftliches Engagement Diskriminierung im Alltag entgegenwirken können.






