02 April 2026, 20:18

Obdachlosigkeit in Deutschland erreicht 2024 traurigen Rekord mit über einer Million Betroffenen

Menschen, die eine verschneite Straße entlanggehen und Regenschirme halten, mit schneebedeckten Bäumen am Wegesrand, Fahrrädern auf der rechten Seite und einem Unterschlupf auf der linken Seite.

Obdachlosigkeit in Deutschland erreicht 2024 traurigen Rekord mit über einer Million Betroffenen

Obdachlosigkeit in Deutschland erreicht 2024 neuen Höchststand

Im Jahr 2024 hat die Obdachlosigkeit in Deutschland einen traurigen Rekord erreicht: Über eine Million Menschen sind betroffen. Besonders stark stieg die Zahl bei Staatsangehörigen aus Drittstaaten – hier gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 14 Prozent. Offizielle Daten der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) und des Nordrhein-Westfälischen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales unterstreichen die verschärfte Krise.

Nordrhein-Westfalen (NRW) bleibt eine der am stärksten betroffenen Regionen: Allein in diesem Jahr leben rund 122.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Vier von fünf Obdachlosen in Deutschland besitzen keine deutsche Staatsbürgerschaft – ein deutlicher Spiegel der Migrationstrends und der wachsenden Wohnungsnot.

Winterhilfe in den Großstädten Mit dem Einbruch des Winters intensivieren mobile Hilfsdienste in Städten wie Köln, Düsseldorf und Dortmund ihre Einsätze. Streetwork-Teams und Kältebusse verteilen lebenswichtige Utensilien wie Decken, Isomatten, warme Getränke und Mahlzeiten an Menschen, die auf der Straße schlafen. Sozialverbände rufen zudem zu Spenden auf – dringend benötigt werden warme Kleidung, Schlafsäcke und Kissen, um die steigende Nachfrage zu decken.

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Appell an die Bevölkerung Die Behörden raten der Bevölkerung, Obdachlosen mit Einfühlungsvermögen zu begegnen. Schon ein kurzes Gespräch kann Vertrauen schaffen und Betroffene ermutigen, weitere Hilfsangebote anzunehmen. Zeigt eine Person Anzeichen von Unterkühlung, sollte zunächst gefragt werden, ob Unterstützung gewünscht ist, bevor der Notruf alarmiert wird.

Keine Besserung in Sicht Die Krise verschärft sich weiter: Noch nie waren so viele Menschen ohne sicheren Wohnraum. Während akute Nothilfe und öffentliche Aufmerksamkeit unverzichtbar bleiben, hängt eine nachhaltige Lösung von politischen Reformen und einer verstärkten Förderung gefährdeter Gruppen ab.

Quelle