02 April 2026, 22:19

NRW setzt auf sieben Gaskraftwerke – doch droht der Zeitplan zu scheitern?

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung der US-Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022 zeigt, mit zusätzlichem erklärendem Text.

NRW setzt auf sieben Gaskraftwerke – doch droht der Zeitplan zu scheitern?

Nordrhein-Westfalen plant Bau von sieben neuen Gaskraftwerken im Rahmen der Bundes-Kraftwerksstrategie

Nordrhein-Westfalen wird voraussichtlich sieben neue Gaskraftwerke errichten – ein zentraler Bestandteil der deutschen Kraftwerksstrategie des Bundes. Die Landesregierung hatte monatelang auf den Plan gewartet, der nun unter Zeitdruck steht, um den Kohleausstieg bis 2030 zu schaffen. Verzögerungen werfen jedoch die Frage auf, ob das Vorhaben noch fristgerecht umsetzbar ist.

Die Bundes-Kraftwerksstrategie sieht Ausschreibungen für moderne Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von acht Gigawatt vor. Davon könnten allein fünf Gigawatt auf Nordrhein-Westfalen entfallen. Die Anlagen sollen ab dem 1. April 2030 einspringen, wenn erneuerbare Energien die Nachfrage nicht decken können.

Ursprünglich sollten die Ausschreibungen in diesem Jahr erfolgen und der Bau bereits beginnen. Stattdessen müssen nun die Beschlüsse des Koalitionsausschusses zügig in Gesetzesform gegossen werden. Bis zum 15. August nächsten Jahres muss die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz überprüfen und über die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke im Land entscheiden.

Energieunternehmen wie Uniper, RWE und Steag Iquoni haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, die Projekte voranzutreiben. Allerdings müssen die geplanten Subventionen für die neuen Kraftwerke zunächst von der Wettbewerbsbehörde der EU-Kommission in Brüssel genehmigt werden. Ein Vorhaben in Hamm sieht eine Partnerschaft des Schweizer Unternehmens BKW mit Trianel vor – mit Verweis auf ein früheres Gaskraftwerk, das in nur 21 Monaten fertiggestellt wurde.

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Der Erfolg der Strategie hängt nun von zügigen Genehmigungsverfahren und der Unterstützung der EU ab. Werden die Fristen eingehalten, könnten die neuen Gaskraftwerke bis 2030 die Kohlekraftwerke ersetzen. Die Energiewende des Landes steht und fällt damit, ob die Verzögerungen überwunden und die notwendigen Mittel gesichert werden.

Quelle