Gaming-Community zwischen Leidenschaft, Einsamkeit und verbalen Angriffen
Gernot GertzGaming-Community zwischen Leidenschaft, Einsamkeit und verbalen Angriffen
Eine neue Umfrage enthüllt die sozialen Dynamiken und Herausforderungen innerhalb der engagierten Gaming-Community. Sie wirft Probleme wie Einsamkeit, verbale Angriffe und diskriminierende Haltungen unter Spieler:innen auf.
Die Studie ergab, dass die Mehrheit der leidenschaftlichen Gamer männlich ist – drei Viertel ordnen sich dieser Gruppe zu. Über die Hälfte ist zwischen 16 und 34 Jahre alt. Dennoch sehen sich viele online mit Feindseligkeit konfrontiert: 38 Prozent berichten von häufigen oder sehr häufigen verbalen Beleidigungen, weitere 14 Prozent erleben solche Angriffe oft.
Ein beträchtlicher Teil der Spieler:innen ist zudem von schweren Formen des Cybermobbings betroffen. Drohungen mit körperlicher Gewalt oder Vergewaltigung sind keine Seltenheit. Einige Spielerinnen verschleiern sogar ihr Geschlecht in Multiplayer-Umgebungen, um Diskriminierung zu entgehen. Die Umfrage förderte zudem weitverbreitete Ablehnung gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Einstellungen unter Hardcore-Gamer:innen zutage.
Neben den Übergriffen leiden viele in der Community unter Einsamkeit: Fast 60 Prozent der engagierten Gamer:innen fühlen sich mäßig bis stark isoliert. Auch das politische Engagement ist ausgeprägter – 27 Prozent nahmen im vergangenen Jahr an Protesten teil, verglichen mit 14 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zudem glauben 43 Prozent der leidenschaftlichen Gamer:innen, dass Jüd:innen weltweit zu viel Einfluss hätten.
Die Ergebnisse zeichnen ein vielschichtiges Bild der Gaming-Welt. Verbale Angriffe, Einsamkeit und diskriminierende Überzeugungen prägen die Community. Die Daten deuten darauf hin, dass engagierte Gamer:innen im Vergleich zur breiten Bevölkerung besonderen sozialen und psychologischen Herausforderungen ausgesetzt sind.






