Großrazzia in Münster: Bauunternehmer wegen Lohnbetrugs und Sozialversicherungsbetrugs festgenommen
Gernot GertzGroßrazzia in Münster: Bauunternehmer wegen Lohnbetrugs und Sozialversicherungsbetrugs festgenommen
In Münster und Senden läuft derzeit eine großangelegte Razzia nach Vorwürfen des Lohnbetrugs und der Versicherungserschleichung. Die Zollbehörden vollstreckten in den frühen Morgenstunden zwei Haftbefehle gegen einen mutmaßlichen Bauunternehmer und seine Mittäter.
Der Hauptverdächtige, ein 33-jähriger Mann, soll ein Bauunternehmen betrieben haben, ohne Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig anzumelden oder Arbeitgeberbeiträge abzuführen. Ihm wird zudem vorgeworfen, Löhne einbehalten und veruntreut zu haben. Belastendes Material war bereits bei einer Hausdurchsuchung im Jahr 2022 sichergestellt worden.
An der Aktion sind fast 110 Zollbeamte, rund 40 Bundespolizisten sowie kommunale Vertreter beteiligt. Durchsucht werden sieben Objekte, darunter vier Wohnhäuser und drei Geschäftsräume. Ein Team mit drei Spürhunden unterstützt die Suche nach verstecktem Bargeld.
Der 33-Jährige wurde in seiner Wohnung festgenommen, ebenso ein 61-jähriger Mitarbeiter. Eine 54-jährige Frau steht im Verdacht, bei den mutmaßlichen Straftaten mitgewirkt zu haben. Gegen alle Beschuldigten werden Ermittlungsverfahren beim Amtsgericht Münster eingeleitet. Die Behörden werten weiterhin die bei den Durchsuchungen und Festnahmen gesicherten Beweismittel aus. Die Operation dauert noch an.






