05 May 2026, 22:19

"Grüne Ufer": Eine mystische Liebesgeschichte feiert Premiere in Jekaterinburg

Ein altes Illustrationstitelblatt namens "Die Musik der russischen Revolution" zeigt einen Mann in einem weißen Gewand, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem wallenden Kleid, die Blumen hält, eingerahmt von einem Rahmen, vor einem tiefblauen sternenklaren Nachthimmel.

"Grüne Ufer": Eine mystische Liebesgeschichte feiert Premiere in Jekaterinburg

„Grüne Ufer“: Ein neues Bühnenstück zwischen Geschichte und Mystik feiert Premiere in Jekaterinburg

In Jekaterinburg hat das neue Theaterstück „Grüne Ufer“ Premiere gefeiert – eine faszinierende Mischung aus Historie und mystischer Erzählkunst. Im Mittelpunkt stehen zwei unwahrscheinliche Liebende: ein sowjetischer Dichter der 1980er-Jahre und eine Sängerin der vorrevolutionären Romanzen. Ihre Wege kreuzen sich in einer gespenstischen Begegnung, die die Grenzen der Realität sprengt.

Grundlage des Stücks ist ein Roman von Gennadi Alexejew, der auf die wahre Geschichte von Anastassija Wjalzewa stieß. Die als „Grammophon-Königin“ bekannte Sängerin war vor der Russischen Revolution eine gefeierte Künstlerin. Alexejews Faszination für ihr Leben inspirierte ihn zu dem Buch, das nun auf der Bühne lebendig wird.

Am privaten „Tvary“-Theater in Jekaterinburg inszenierte Regisseurin Lilia Bornaschewa die Geschichte für das Publikum. Schauspieler Oleg Dulenkin verkörpert den sowjetischen Dichter und verleiht der Figur eine Aura, die an Alexejews eigenen Geist erinnert. Jelena Iwanowa hingegen übernimmt neun verschiedene Rollen und wechselt mühelos zwischen den Charakteren.

Die Handlung entfaltet sich in einem traumhaften Raum jenseits der Zeit, in dem sich Dichter und Sängerin begegnen. Obwohl sich ihre Lebenswege in der Realität nie kreuzten, vertieft sich ihre Verbindung im Tod. Das Stück endet mit der Vereinigung ihrer Seelen – ein melancholisch-schöner Abschluss für eine unmögliche Liebe.

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Die Premiere bereichert die Theaterlandschaft Jekaterinburgs um ein mutiges Werk. „Grüne Ufer“ verbindet historische Figuren mit surreale Erzählweise und hinterlässt beim Publikum ein nachhallendes Gefühl von Schicksal und Sehnsucht. Die Produktion bleibt weiter im „Tvary“ zu sehen und gibt weiteren Zuschauern die Gelegenheit, diese ungewöhnliche Liebesgeschichte zu erleben.

Quelle