17 June 2026, 20:13

Hellweg beantragt Eigenverwaltung nach massiven Verlusten und Umsatzrückgang

Baumarktkette Hellweg beantragt Insolvenz

Hellweg beantragt Eigenverwaltung nach massiven Verlusten und Umsatzrückgang

Die Dortmunder Baumarktkette Hellweg hat Eigenverwaltung beantragt und damit ein Insolvenzverfahren in Eigenregie eingeleitet. Der Schritt folgt auf einen drastischen Umsatzrückgang und anhaltende Verluste. Inzwischen haben Sanierungsexperten die Geschäftsführung übernommen.

Den Insolvenzantrag reichte das Unternehmen beim Amtsgericht Essen ein. Ausschlaggebend war der Entzug der Warenkreditversicherung, der Hellweg zur Antragstellung zwang. Seit dem Ende der Pandemie-Beschränkungen kämpfte die Kette mit sinkenden Umsätzen und wachsenden Verlusten.

Allein im Jahr 2023 verbuchte Hellweg bei einem Umsatz von 672 Millionen Euro einen Verlust von 104 Millionen Euro. Auch die gesamte deutsche Baumarktbranche verzeichnete einen Rückgang: Die Umsätze sanken von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Folgejahr. Steigende Baukosten, hohe Energiepreise und anhaltende Inflation verschärften die Krise.

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Von der Insolvenz betroffen sind 2.900 Mitarbeiter bundesweit. Sie erhalten für drei Monate Insolvenzgeld, während die Restrukturierung voranschreitet. Die Sanierungsexperten steuern das Unternehmen nun durch das Verfahren. Hellweg strebt eine finanzielle Stabilisierung an, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Der Erfolg hängt maßgeblich von den Umstrukturierungsmaßnahmen ab.

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