19 April 2026, 04:19

IT-Sicherheit in Deutschland: Fortschritte und anhaltende Cyberrisiken trotz KI und Schulungen

Ein kreisförmiges Wortwolken-Diagramm mit "Information Security" in verschiedenen Sprachen, angeordnet nach Größe und Farbe von hell nach dunkelblau, das seine Bedeutung in Geschäftsprozessen hervorhebt.

IT-Sicherheit in Deutschland: Fortschritte und anhaltende Cyberrisiken trotz KI und Schulungen

Eine neue Umfrage des Eco-Verbands zeigt, dass IT-Sicherheit für deutsche Unternehmen weiterhin ein drängendes Problem bleibt. Der Bericht, der auf den Antworten von 175 IT-Expert:innen basiert, beleuchtet sowohl Fortschritte als auch anhaltende Schwachstellen im Umgang mit Cyberbedrohungen.

Mehr als 88 % der Befragten stufen die aktuelle Bedrohungslage als hoch oder sehr hoch ein. Dennoch ergreifen viele Unternehmen Maßnahmen, um ihre Abwehrkräfte durch Schulungen, KI-Tools und strengere Sicherheitsprotokolle zu stärken.

Ransomware bleibt die größte Cybergefahr – 6,4 % der befragten Firmen waren betroffen. Knapp dahinter liegt CEO-Fraud, von dem 6,3 % der Unternehmen heimgesucht wurden. Moderne Ransomware-Angriffe setzen häufig auf Doppel-Erpressung: Angreifer stehlen zunächst sensible Daten, bevor sie Systeme verschlüsseln, und können so zweimal Lösegeld fordern.

Laut Umfrage hat keines der betroffenen Unternehmen ein Lösegeld gezahlt. Dies deutet auf verbesserte Strategien zur Vorfallsbewältigung und klarere Notfallpläne hin. Rund 60 % der Firmen verfügen mittlerweile über interne Prozesse oder Notfallpläne, weitere 16 % planen deren Einführung in naher Zukunft.

Auch die Schulung der Mitarbeiter:innen rückt in den Fokus: Fast 60 % der Unternehmen führen regelmäßig Sicherheitsbewusstseinstrainings durch, 19 % bieten zumindest gelegentliche Schulungen an. Gleichzeitig nimmt die Nutzung von KI zu – fast 40 % der Betriebe setzen sie bereits für die Echtzeit-Erkennung von Bedrohungen und automatisierte Abwehrmaßnahmen ein.

Trotz dieser Bemühungen bleiben Bedenken: Über 93 % der Befragten gehen davon aus, dass KI die Bedrohungslage verschärfen wird, insbesondere durch überzeugendere Phishing-Angriffe. Zudem halten 75,6 % die deutsche Wirtschaft insgesamt für unzureichend auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet. Als drängendste Herausforderungen gelten der Schutz von Daten und Kommunikation durch Verschlüsselung sowie die E-Mail-Sicherheit.

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Die Ergebnisse zeigen eine Mischung aus Fortschritten und anhaltenden Risiken in der Cybersicherheit. Zwar investieren immer mehr Unternehmen in Schulungen, KI und Notfallpläne, doch die Mehrheit bewertet das Bedrohungsniveau weiterhin als schwerwiegend. Die weitverbreitete Erwartung, dass KI Angriffe verschlimmern wird, unterstreicht die Notwendigkeit kontinuierlicher Wachsamkeit und Anpassung der Sicherheitsstrategien.

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