23 April 2026, 14:37

Kim de l'Horizons Roman feiert packende Bühnenpremiere in Berlin mit ausverkauftem Haus

Eine farbenfrohe Papierreproduktion, die die Phasen des Lebens von der Kindheit bis zum Alter zeigt, mit fetter Schrift und detaillierten Elementen.

Kim de l'Horizons Roman feiert packende Bühnenpremiere in Berlin mit ausverkauftem Haus

Die Bühnenadaption von Kim de l'Horizons preisgekröntem Debütroman feiert mit ausverkauftem Haus Premiere an Berlins Vaganten Bühne

Die Theaterfassung von Kim de l'Horizons gefeiertem ersten Roman hatte am Wochenende in der Vaganten Bühne in Berlin-Charlottenburg Premiere – und zog ein begeistertes, ausverkauftes Publikum in ihren Bann. Die Inszenierung bringt eine zutiefst persönliche Geschichte von Erinnerung, Identität und dem Durchbrechen generationenübergreifenden Schweigens auf die Bühne. Drei Schauspieler:innen teilen sich die Rolle der Hauptfigur Kim und führen das Publikum durch eine Reise der Selbstfindung und Heilung.

Kim de l'Horizon sorgte 2022 für Furore, als sie für ihren Debütroman sowohl mit dem Deutschen als auch dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurden. Die Handlung folgt Kim, einer genderfluiden Erzählerin, deren Körper sich binären Definitionen entzieht und feste Grenzen sprengt. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit beginnt mit der Demenz der Großmutter, die Kim zurück in eine Schweizer Vorstadtkindheit führt – geprägt von unausgesprochenen Traumata.

Auf der Bühne verkörpern Julian Trostorf, Annemie Twardawa und Emma Zeisberger gemeinsam die Figur Kim und bringen jeweils eine andere Facette der Persönlichkeit ein. Das Bühnenbild zeigt zerrissene, beige Strumpfhosen, die von der Decke hängen, gefüllt mit Sand und Bällen – eine beklemmende visuelle Metapher. In neunzig Minuten verfolgt die Aufführung Kims Verbindung zum Blutbuchenbaum, einem Refugium, das einst ihr Urgroßvater pflanzte und das dem Kind einst Sicherheit bot.

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Das Stück taucht ein in die Wunden, die über Generationen weitergegeben werden, während Kim versucht, Scham in Selbstakzeptanz zu verwandeln. Gegen Ende legen die drei Schauspieler:innen symbolisch das "Große Meer" zur Ruhe – ein Moment der Befreiung von den Lasten der Vergangenheit.

Die Premiere in der Vaganten Bühne zog ein volles Haus an und unterstreicht die anhaltende Wirkung des Romans. Das Publikum erlebte eine Geschichte, die persönliche und familiäre Vergangenheit mit der Suche nach Identität in einem genderfluiden Körper verflicht.

Das ausverkaufte Premierenpublikum beweist sowohl die Strahlkraft des Buches als auch die emotionale Wucht der Inszenierung. Kims Weg – von Kindheitserinnerungen bis zur Auseinandersetzung mit vererbtem Trauma – gipfelt in einem Aufruf zu Akzeptanz und Heilung. Die Produktion endet mit einer leisen, aber entschlossenen Geste: dem Brechen des Schweigens – für Kim und für all jene, die ihre Geschichte miterleben.

Quelle