07 May 2026, 10:19

Kontrollierte Sprengung: 280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk fällt heute

Teilweise abgerissenes Gebäude mit Rauch in einer verschneiten Landschaft mit Bäumen im Vordergrund und einem klaren Himmel.

Explosion einer 280-Meter hohen Schornsteinanlage in einem Kraftwerk - Kontrollierte Sprengung: 280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk fällt heute

280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne wird heute kontrolliert gesprengt

Heute wird um 11:00 Uhr der 280 Meter hohe Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Anlage gehörte zu einem Kohleblock, der 2019 stillgelegt wurde. Der Betreiber RWE hat den Standort präzise vorbereitet, um die Sicherheit während des Abrissvorgangs zu gewährleisten.

Das Kraftwerk Gersteinwerk erzeugt seit 1917 Strom – zunächst mit Kohle aus nahegelegenen Bergwerken. Ab den 1970er-Jahren kam auch die Stromerzeugung mit Erdgas hinzu. Der Kohlebetrieb wurde 2019 eingestellt; der vollständige Rückbau soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

Für den sicheren Abriss des Schornsteins haben Ingenieure 140 Kilogramm modernes Dynamit im Inneren platziert. Spezielle Stahlkipplager lenken den Fall in die vorgesehene Richtung. Während der Sprengung gilt eine 400 Meter große Sicherheitszone, die von einem Fachunternehmen überwacht wird.

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Nach dem Abriss plant RWE am Standort ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk mit einer Leistung von etwa 800 Megawatt. Zwar laufen die Planungen bereits, eine finale Investitionsentscheidung steht jedoch noch aus.

Die Sprengung markiert einen wichtigen Schritt beim Rückbau der alten Kohleinfrastruktur in Gersteinwerk. Nach der Räumung könnte hier ein neues Gaskraftwerk entstehen, das auch Wasserstoff nutzen soll. Das Vorhaben zeigt RWEs Wandel hin zu modernen Energielösungen – bei gleichzeitiger Stromerzeugung am historischen Standort.

Quelle