Marl gedenkt am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und NS-Gewalt
Hans-Werner RöhrichtMarl gedenkt am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und NS-Gewalt
Marl gedenkt am 16. November 2023 der Opfer von Krieg und Gewalt – unter dem Motto "Erinnern heißt Verantwortung übernehmen"
Am diesjährigen Volkstrauertag erinnert die Stadt Marl am 16. November 2023 an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, mit besonderem Fokus auf die Verbrechen der NS-Zeit. Eine zentrale Gedenkfeier bringt Vertreter aus Politik, Jugendgruppen und der Bürgerschaft zu Reden und Ehrungen zusammen.
Der Hauptakt beginnt um 14 Uhr auf dem Creiler Platz an der Büste von Dietrich Bonhoeffer. Bürgermeister Thomas Terhorst wird eine Ansprache halten und einen Kranz niederlegen. Auch Benedikt Stelthove, pastoraler Mitarbeiter der Gemeinde Heilige Edith Stein, wird das Wort ergreifen und Blumen als Zeichen des Gedenkens hinterlassen.
Mitglieder der Jugendfeuerwehr Marl-Lenkerbeck berichten von ihren Eindrücken einer Fahrt nach Hersbruck, einem ehemaligen Außenlager des nationalsozialistischen Konzentrationslagersystems. Während des Zweiten Weltkriegs gab es rund 1.200 solcher Nebenlager im gesamten Deutschen Reich. Sie dienten der Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie – Tausende starben an Entkräftung, Hunger oder wurden ermordet.
Zusätzlich finden am 15. und 16. November an mehreren Orten in Marl Kranzniederlegungen statt. Die Veranstaltungen sollen das Gedenken an die Leidtragenden wachhalten und die gemeinsame Verantwortung für die Vergangenheit stärken.
Der Volkstrauertag steht im Zeichen der Erinnerung an Opfer von Gewalt und Unterdrückung. Durch Reden, Kranzniederlegungen und persönliche Berichte setzen sich die Teilnehmenden mit historischen Verbrechen und deren Folgen auseinander. Das Programm betont, wie wichtig Aufklärung und Reflexion sind, um künftige Gräueltaten zu verhindern.






