Münster setzt auf Langzeitpartnerschaft für sozialen Zusammenhalt in Problemvierteln
Hans-Werner RöhrichtMünster setzt auf Langzeitpartnerschaft für sozialen Zusammenhalt in Problemvierteln
Stadtverwaltung und Polizei in Münster starten Langzeitpartnerschaft für mehr Zusammenhalt in belasteten Stadtteilen
Unter dem Titel „Demokratie stärken“ haben die Stadt Münster und die Polizei eine langfristige Zusammenarbeit ins Leben gerufen, um den sozialen Zusammenhalt in benachteiligten Vierteln zu fördern. Im Fokus der Initiative stehen Quartiere mit Herausforderungen wie hoher Arbeitslosigkeit und Kinderarmut. Die Vereinbarung wurde am 1. September 2023 offiziell besiegelt.
Bürgermeister Markus Lewe und Polizepräsidentin Alexandra Dorndorf unterzeichneten die Kooperation. Das Projekt knüpft an bewährte Erfahrungen im Stadtteil Coerde an, wo Partner bereits Aktionstage zu Themen wie Lärmbelästigung, Müllentsorgung und Sicherheit organisieren. Diese Maßnahmen stehen unter dem Motto „Vor Ort Flagge zeigen für die Demokratie“.
Kathrin Freund, Projektleiterin von „Coerde Zukunft“, übernimmt die Steuerung der stadtweiten Zusammenarbeit. Regelmäßige Quartiersspaziergänge mit lokalen Akteuren sollen Bedarfe vor Ort ermitteln und gemeinsam Lösungen entwickeln. Eingebunden ist auch das HOT-Jugendzentrum, um den direkten Austausch mit Kindern und Jugendlichen zu stärken.
Präventive Angebote wie Sportevents und Dialogforen werden in Abstimmung mit lokalen Partnern geschaffen. Ziel ist es, Integration zu fördern und bürgerschaftliches Engagement in allen Münsteraner Stadtteilen zu aktivieren. Das Vorhaben überträgt das Coerde-Modell auf weitere Stadtteile. Durch die enge Verzahnung von Stadt, Polizei und Netzwerkpartnern sollen die Ziele erreicht werden – stets mit Fokus auf praktische, partizipative Maßnahmen zur Stärkung demokratischer Werte.






