04 April 2026, 12:20

Neuer Marler Oberbürgermeister diskutiert Wirtschaftszukunft beim Business-Club-Empfang

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit begleitendem Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Neuer Marler Oberbürgermeister diskutiert Wirtschaftszukunft beim Business-Club-Empfang

Marls neu gewählter Oberbürgermeister Thomas Terhorst hat seinen ersten großen öffentlichen Auftritt beim Wirtschaftsempfang des Marl Business Club absolviert. Die Veranstaltung in der Eventlocation La Victoria brachte rund 300 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kommunalverwaltung zusammen, um über wirtschaftliche Herausforderungen und Chancen in der Region zu diskutieren.

Den Abend eröffnete Uta Heinrich, Vorsitzende des Marl Business Club, mit einer Begrüßung. Sie wies auf die massiven Belastungen hin, denen die Industrie im nördlichen Ruhrgebiet ausgesetzt ist – darunter explodierende Energie- und Rohstoffkosten sowie einen verschärften globalen Wettbewerb.

In seiner Rede betonte Oberbürgermeister Terhorst die Bedeutung des Mittelstands für die wirtschaftliche Zukunft Marls. Besonders lobte er die Initiative gate.ruhr, ein Projekt, das das ehemalige Gelände der Zeche Auguste Victoria 3/7 in ein Logistikzentrum verwandelt. Dazu gehört auch der neue Omni-Channel-Hub von Thalia, der bis zu 1.000 Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig Effizienz und Nachhaltigkeit in der regionalen Logistik stärken soll.

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Terhorst bezeichnete die chemische Industrie in Marl als "stabilen Anker für Arbeitsplätze", äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich ungleicher Wettbewerbsbedingungen für Standorte ohne CO₂-Regulierung. Zudem sprach er allgemeine wirtschaftliche Belastungen an, wie steigende Projektkosten, sinkende kommunale Einnahmen und angespannte Haushaltslagen.

Hauptredner Gerald Flanz, Leiter Regionalvertrieb der Deutschen Bank und Postbank, analysierte in seinem Vortrag die aktuelle Finanzlandschaft. Dabei ging er auf die Auswirkungen geopolitischer Verschiebungen, Marktvolatilität und technologischer Veränderungen auf die Kapitalmärkte ein. Unterstützt wurde die Veranstaltung von lokalen Sponsoren, darunter die Volksbank Marl-Recklinghausen, die Deutsche Bank und die Sparkasse Vest.

Der Empfang unterstrich sowohl die Herausforderungen als auch die Fortschritte in Marls Wirtschaft. Mit Projekten wie gate.ruhr, die Arbeitsplätze und Investitionen fördern, will die Stadt ihre Position trotz anhaltender finanzieller und wettbewerbsbedingter Druckfaktoren stärken. Die Veranstaltung markierte einen wichtigen Moment für den neuen Oberbürgermeister im Dialog mit der lokalen Wirtschaftselite.

Quelle