07 May 2026, 04:17

NRW-Polizei setzt auf OSINT: Digitale Ermittler gegen politische Kriminalität

FBI Ten Most Wanted Fugitive Eric Robert Rudolph poster with three photos of different individuals and white text on a black background.

NRW-Polizei setzt auf OSINT: Digitale Ermittler gegen politische Kriminalität

Nordrhein-Westfalens Polizei baut digitale Kompetenzen mit großem Open-Source-Intelligence-Schub aus

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen stärkt ihre digitalen Fähigkeiten mit einem umfassenden Ausbau im Bereich Open Source Intelligence (OSINT). Ziel der Initiative ist es, Ermittler im gesamten Bundesland im Sammeln und Auswerten öffentlich zugänglicher Onlinedaten zu schulen. Ein neues Schulungsprogramm und erweiterte Teams unterstützen diesen Vorstoß.

Der OSINT-Ausbau in NRW startete im September 2023 mit dem Projekt „Digitale Streife“. Dabei wurden zehn neue Beamte beim Landeskriminalamt (LKA) eingestellt, zudem wurden fast 100 weitere Polizisten in sechs spezialisierten Einheiten eingebunden. Diese Teams, Teil des deutschen Staatsschutznetzwerks, liefern nun schnelle OSINT-Recherchen für dringende politische Einsätze.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Am LKA Düsseldorf leitet Fabian Coenen (42) die Abteilung 22.2, die sich auf OSINT bei politisch motivierter Kriminalität konzentriert. Sein Team ist von einst zwei Mitarbeitern auf 16 Spezialisten angewachsen – darunter IT-Experten, Soziologen und Politikwissenschaftler.

Die Schulung steht im Mittelpunkt des Projekts. Marc Restemeyer (37), Ausbilder beim Landesamt für Ausbildung in Neuss, vermittelt OSINT-Techniken an neue LKA-Mitarbeiter und Beamte der „Digitalen Streife“. Das Programm ist in zehn Module unterteilt und vermittelt den Ermittlern eine standardisierte Grundlage für verschiedene OSINT-Aufgaben.

Die ausgebauten OSINT-Teams und Schulungen ermöglichen es der nordrhein-westfälischen Polizei, schneller auf digitale Bedrohungen zu reagieren. Mit mehr Fachkräften und strukturierten Lehrgängen verfügt die regionale Strafverfolgung nun über bessere Werkzeuge für digitale Ermittlungen. Der Fokus bleibt auf der Nutzung öffentlich verfügbarer Daten, um die klassische Polizeiarbeit zu unterstützen.

Quelle