12 April 2026, 06:20

NRW-Wahlschock: CDU und SPD auf Rekordtief – doch ein Bürgermeister triumphiert mit 92,7 Prozent

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, das den Text "In Communities investieren: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal" zeigt.

NRW-Wahlschock: CDU und SPD auf Rekordtief – doch ein Bürgermeister triumphiert mit 92,7 Prozent

Historische Verschiebungen bei Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen: CDU und SPD auf Tiefstand – doch ein Bürgermeister glänzt mit Rekord-Ergebnis

Die jüngsten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen brachten historische Umbrüche mit sich: Sowohl CDU als auch SPD verzeichneten ihre schlechtesten Ergebnisse aller Zeiten. Gleichzeitig nahm die Zahl der Stichwahlen deutlich zu – ein Zeichen für einen Wendepunkt in der Landespolitik. Währenddessen sicherte sich Bürgermeister Tom Tenostendarp in der kleinen Stadt Vreden mit 92,7 Prozent der Stimmen eine Erdrutsch-Wiederwahl – ein seltener Lichtblick in einem ansonsten turbulenten Wahlumfeld.

Die Wahlen in Nordrhein-Westfalen bedeuteten einen herben Dämpfer für die beiden traditionell dominierenden Parteien des Landes. CDU und SPD erlitten beispiellose Verluste, was in zahlreichen Kommunen zu Stichwahlen führte. Doch die CDU feierte ein spektakuläres Comeback in Dortmund: Dort riss sie die Macht an sich – in einer Stadt, die lange als SPD-Hochburg galt.

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In Vreden, einer knapp 23.000 Einwohner zählenden Gemeinde im Kreis Borken, sah das Ergebnis dagegen völlig anders aus. Bürgermeister Tom Tenostendarp – der zugleich den ungewöhnlichen Titel eines Burgherrn von Burg Vreden trägt – wurde mit überwältigenden 92,7 Prozent im Amt bestätigt. Seine Beliebtheit speist sich aus einer Mischung von wirtschaftlichem Erfolg und bürgernahen Projekten. Unter seiner Führung verzeichnet Vreden eine blühende Wirtschaft: Über 6.000 Pendler kommen täglich in die Stadt, die Arbeitslosenquote liegt bei nur drei Prozent. Der lokale Gewerbepark soll nun um 60 Hektar erweitert werden und damit auf insgesamt 180 Hektar anwachsen – das wäre der zweitgrößte im Münsterland.

Tenostendarp setzt zudem auf Jugendförderung: Er ließ einen "Jugend-Campus" mit Trendsporthalle, Skatepark und Gemeinschaftsküchen errichten. Obwohl Vreden 140 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien deckt, profitieren die Bürger finanziell kaum davon – hohe Netzentgelte und begrenzte Kapazitäten machen die Überschüsse zunichte. Beim Wohnungsbau geht die Kommune gegen steigende Preise vor, indem sie jungen Familien in drei umliegenden Dörfern vergünstigte Baugrundstücke anbietet. Der Bürgermeister selbst rät anderen jungen Führungskräften in der Kommunalpolitik, eng mit ihren Räten zusammenzuarbeiten – und warnt: "Die Arbeit in der lokalen Verwaltung ist weit anspruchsvoller, als viele denken."

Die Wahlergebnisse haben die politische Landkarte Nordrhein-Westfalens neu gezeichnet. Während die CDU mit ihrem Gewinn in Dortmund einen der wenigen Lichtblicke setzt, zeigen die allgemeinen Verluste der Volksparteien einen tiefgreifenden Wandel. In Vreden hingegen steht Tenostendarps deutlicher Sieg für ein Erfolgsmodell lokaler Führung: wirtschaftlicher Aufschwung, Jugendinitiativen und bezahlbarer Wohnraum. Doch selbst mit seinem Ökostrom-Überschuss zeigt die Stadt, wie schwer es ist, grüne Energie in spürbare Entlastungen für die Bürger umzumünzen.

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