30 April 2026, 08:25

Operetten-Wettbewerb feiert Jubiläum mit Rekordbeteiligung und überraschendem Trendwechsel

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" mit sichtbarem Text und einem Logo auf der Seite.

Operetten-Wettbewerb feiert Jubiläum mit Rekordbeteiligung und überraschendem Trendwechsel

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musical-Künstler mit Rekordbeteiligung zu Ende gegangen

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Der 10. Internationale Wettbewerb für junge Operetten- und Musical-Künstler ist mit einer Rekordzahl an Bewerbungen zu Ende gegangen. Über 100 Teilnehmer aus verschiedenen russischen Städten sowie aus Minsk und Taschkent nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil. Zum ersten Mal seit Jahren überflügelte die Operette in der Beliebtheit der Beiträge das Musical.

In diesem Jahr wurden 56 Operetten-Einreichungen gezählt, während es beim Musical 50 waren – eine Trendwende nach langer Zeit. Die Organisatoren verzeichneten zudem einen Anstieg der Bewerbungen von Studierenden der Musikhochschulen, von denen viele auf klassische Oper spezialisiert sind. Einige Teilnehmer präsentierten sogar modernisierte Fassungen traditioneller Operetten, ausgestattet mit zeitgenössischen Kostümen und überraschenden Requisiten.

Ein Grand Prix wurde in diesem Jahr nicht vergeben – eine Entscheidung, die der Tradition des Wettbewerbs entspricht, denn diese höchste Auszeichnung wurde bisher erst einmal verliehen. Stattdessen vergab die Jury eine Vielzahl von Preisen, darunter Sonder- und Namenspreise zu Ehren von Branchenlegenden. Georgi Isaakjan, ein renommierter Regisseur und Jurymitglied, lobte die frischen Entdeckungen des Wettbewerbs, betonte jedoch, wie wichtig es sei, dass die Künstler das Genre weiterentwickeln.

Der erfahrene Teilnehmer Maxim Isaakowitsch beobachtete eine Verschiebung im Teilnehmerspektrum. Er wies auf einen Rückgang starker Operettentalente hin und forderte eine stärkere Förderung des Genres. Isaakjan schloss sich dieser Meinung an und beschrieb die Operette als eine klassische Kunstform, die Erneuerung und Innovation brauche.

Die Jubiläumsausgabe markierte einen Wendepunkt für den Wettbewerb, bei dem die Operette wieder in den Mittelpunkt rückte. Mehr Studierende mit klassischer Ausbildung nahmen teil, und die Jury vergab eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Auszeichnungen. Die Zukunft der Veranstaltung hängt nun davon ab, ob es aufstrebenden Künstlern gelingt, die Operette für ein modernes Publikum neu zu beleben.

Quelle