16 April 2026, 08:20

Porträts von Geflüchteten: Wie Habte Abrahle in Deutschland neu anfing

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Alle Flüchtlinge sind willkommen hier" und eine Flagge, mit Fahrrädern, einem Zaun, einem Straßenschild, einer Schautafel, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Porträts von Geflüchteten: Wie Habte Abrahle in Deutschland neu anfing

Ausstellung Angekommen zeigt Porträts von Geflüchteten im Himmel un Ääd

Bis zum 6. Dezember präsentiert die Ausstellung Angekommen 21 farbige Porträts von Geflüchteten im Himmel un Ääd. Unter ihnen ist Habte Abrahle, der 2015 aus Eritrea floh und sich in Deutschland ein neues Leben aufbaute. Seine Geschichte ist geprägt von Entbehrungen, Durchhaltevermögen und schließlich einem stabilen Neuanfang in der Fremde.

Abrahle verließ Eritrea, um dem zwangsweisen Militärdienst und der Perspektivlosigkeit zu entkommen, die es ihm unmöglich machte, seine Familie zu ernähren. Seine Route durch die Sahara war grausam – viele Mitreisende starben an Hunger und Durst. Als er 2015 in Deutschland ankam, verbrachte er die ersten Monate in einem Zelt, später in einem Frachtcontainer.

Hier erlebte er Rassismus, ließ sich davon aber nicht entmutigen. Mit der Zeit ließen die Herausforderungen nach. Er besuchte einen Deutschkurs und erwarb das B1-Zertifikat, doch Arbeit und Familienpflichten verhinderten weitere Sprachfortschritte. Ehrenamtliche halfen ihm, Fuß zu fassen, und vermieteten ihm sogar ein Zimmer.

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Abrahle arbeitete zunächst als Bäcker und später als Greenkeeper, bis er schließlich einen Festvertrag auf einem Golfplatz erhielt. 2021 konnte seine Frau nach sechs Jahren Trennung zu ihm nach Deutschland nachziehen. Mittlerweile hat das Paar drei Kinder.

Die Ausstellung Angekommen rückt solche Schicksale in den Fokus. Begleitend findet am 28. November eine Veranstaltung unter dem Titel Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen statt, bei der zwei Geflüchtete von ihren persönlichen Wegen berichten.

Habte Abrahles Geschichte steht für Kampf und Fortschritt zugleich: von der Flucht aus Eritrea bis zum Familienleben in Deutschland. Seine Erfahrungen sind nun Teil einer größeren Ausstellung, die am 28. November Raum für direkte Berichte über Widerstandsfähigkeit und Anpassung bietet.

Quelle