16 March 2026, 00:37

REEV-Lkw senken Betriebskosten um 33 % – und schonen das Klima

Eine Liniengrafik, die den Anstieg der Verkaufszahlen von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem Text, der die Daten erläutert.

REEV-Lkw senken Betriebskosten um 33 % – und schonen das Klima

Eine neue Studie der Forschungsvereinigung Verbrennungsmotoren (FEV) zeigt, dass Lkw mit Reichweitenverlängerer die Betriebskosten um bis zu einem Drittel senken könnten. Diese hybridelektrischen Fahrzeuge, auch als REEV (Range-Extended Electric Vehicle) oder Hybrid-BEV bekannt, reduzieren zudem den CO₂-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Diesel-Lkw. Die Ergebnisse deuten auf erhebliche wirtschaftliche und ökologische Vorteile für Logistikunternehmen in ganz Europa hin.

Die Analyse konzentrierte sich auf realistische europäische Fahrprofile und ging von nächtlichem Laden an Depots mit Industrie-Strompreisen von etwa 19 Cent pro Kilowattstunde aus. Unter diesen Bedingungen erzielten REEV-Lkw die höchsten Kosteneinsparungen – bis zu 33 %, abhängig von Strecke und Nutzung. Selbst in den ungünstigsten Fernverkehrsszenarien ließen sich noch rund 14 % der Gesamtbetriebskosten einsparen.

Ein entscheidender Vorteil ist die kleinere Batteriegröße: REEV-Lkw benötigen etwa 280 kWh – rund die Hälfte der Kapazität rein batterieelektrischer Fernverkehrs-Lkw. Dadurch verringert sich das Fahrzeuggewicht, die Anschaffungskosten sinken, und die Nutzlastkapazität steigt. Zudem wird die Abhängigkeit von öffentlichen Schnellladestationen minimiert, da das langsamere 22-kW-AC-Laden in den Depots ausreichend Energie für den täglichen Betrieb liefert.

Die Umstellung auf diese Technologie hat bereits begonnen. Marktberichte von McKinsey und Transport & Environment (2024–2025) zeigen, dass 15 bis 20 große Logistikunternehmen – darunter DHL, DB Schenker und Amazon – bis 2028 REEV-Modelle einführen wollen. Pilotprojekte sollen zunächst in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich starten.

Die Kostenvorteile fallen in Regionen mit günstigerem Strom noch höher aus. Die Studie betont, dass die depotbasierte Ladung in Kombination mit einem hohen Elektrifizierungsanteil im Fahrbetrieb die Energiekosten niedrig hält. Dadurch erweisen sich REEV-Lkw als praktikable Lösung für Fuhrparks – ohne teure Megawatt-Ladeinfrastruktur.

Der FEV-Bericht belegt, dass Lkw mit Reichweitenverlängerer sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile gegenüber Diesel-Alternativen bieten. Dank geringerer Batteriekosten, reduziertem Gewicht und Kompatibilität mit bestehenden Depotstrukturen stellen sie eine tragfähige Lösung für Logistikunternehmen dar. Große Konzerne bereiten sich nun darauf vor, die Technologie in den nächsten fünf Jahren einzuführen.

AKTUALISIERUNG

Neue Daten offenbaren Potenzial von 82% CO2-Einsparungen bei REEV-Lkw

Die FEV-Studie hat nun die Umweltauswirkungen von REEV-Lkw genauer quantifiziert. Die Analyse zeigt, dass diese Fahrzeuge den globalen Treibhauseffekt im Vergleich zu Diesel-Lkw bis zu 82% reduzieren können, je nach Nutzungsmustern und Energiequellen. Diese Zahl übertrifft die ursprüngliche Berichterstattung über Emissionsreduktionen und betont ihre doppelten wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile.