Stadt kämpft mit 123-Millionen-Defizit und verschärft Sparmaßnahmen drastisch
Elsa SteyStadt kämpft mit 123-Millionen-Defizit und verschärft Sparmaßnahmen drastisch
Die finanzielle Lage der Stadt hat sich weiter verschärft – das Defizit beläuft sich mittlerweile auf über 123 Millionen Euro. Wie das Presse- und Kommunikationsamt in einer Mitteilung bekannt gab, werden nun neue Maßnahmen ergriffen, um die Ausgaben zu kontrollieren und die Haushalte der wichtigsten Ressorts zu stabilisieren.
Hauptgründe für das wachsende Defizit sind gestiegene Ausgaben, höhere Pflichtaufgaben sowie ein deutlicher Anstieg der Personalkosten, die allein um rund 38 Millionen Euro in die Höhe geschnellt sind. Besonders betroffen sind zwei Bereiche: Das Ressort "Jugend, Bildung und Kultur" überschreitet sein Budget um über 75 Millionen Euro, während "Soziales, Arbeit und Gesundheit" unerwartete Mehrausgaben von weiteren 15 Millionen Euro verzeichnet.
Um die Haushaltslücke zu schließen, hat die Verwaltung strengere Kontrollen eingeführt. Jede Ausgabe über 5.000 Euro bedarf nun einer vorherigen Genehmigung im Rahmen des kassenmäßigen Visa-Verfahrens. Weitere Sparmaßnahmen umfassen eine Überprüfung freiwilliger Leistungen sowie ein Einstellungsstopp für Verwaltungsstellen bis zum 30. April 2025.
Rechtlich gestützt werden diese Schritte durch Paragraf 82 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalens. Ziel ist es, eine zwingende Haushaltssicherung nach Paragraf 76 desselben Gesetzes zu vermeiden.
Die Stadt strebt an, durch schärfere Kontrollen und reduzierte Ausgaben eine weitere finanzielle Belastung abzuwenden. Ohne diese Maßnahmen könnten zusätzliche Kürzungen oder Konsolidierungszwänge unausweichlich werden. Bis zur Frist 2025 liegt der Fokus der Verwaltung darauf, die Finanzen zu stabilisieren.






